Demonstration für Vielfalt: Minister zeigt Solidarität bei CSD in Königs Wusterhausen
Unter Polizeischutz und trotz Protests will ein bunter Demonstrationszug zum Christopher Street Day durch Königs Wusterhausen ziehen.
Zur Premiere am nächsten Samstag wird politischer Besuch erwartet.
Zum ersten Mal feiert Königs Wusterhausen südöstlich von Berlin am kommenden Samstag (29.8.) einen Christopher Street Day.
Zum Schutz ist die Polizei im Einsatz - auch weil Protest einer rechtsextremen Jugendgruppierung angekündigt ist.
Die Veranstalter des CSD erwarten mindestens 500 Teilnehmer.
Auch Brandenburgs Innenminister Jan Redmann (CDU) will beim CSD-Umzug in der 40.000-Einwohner-Stadt Königs Wusterhausen im Landkreis Dahme-Spreewald dabei sein.
Das sei ein wichtiges Zeichen der Solidarität gerade nach dem Anschlag beim CSD im Juli in Berlin , sagte Mitorganisator André-Eike Schwalbach.
Außerdem wird Bürgermeisterin Michaela Wiezorek (Bündnis 21) erwartet.
Auch Ludwigsfelde organisiert CSD Ebenfalls an dem kommenden Samstag feiert die Stadt Ludwigsfelde den zweiten CSD - rund 30 Kilometer von Königs Wusterhausen entfernt.
Bis in den Oktober hinein folgen weitere Demonstrationen der queeren Community in anderen Regionen Brandenburgs .
Der Christopher Street Day (CSD) findet jedes Jahr in vielen Städten statt und soll an die Rechte queerer Menschen erinnern.
Aufruf zum Protest in sozialen Medien Die Jägertruppe Berlin-Brandenburg rief zum Protest in Königs Wusterhausen auf. „Wir sagen nein zum CSD“, hieß es etwa bei Instagram.
Die Jägertruppe ist laut Verfassungsschutz eine von mehreren aktionsorientierten, rechtsextremistischen Jugendgruppen, die in sozialen Medien entstanden sind.
Immer wieder kommt es bei Veranstaltungen der queeren Community in Deutschland zu Gegenaktionen aus der rechtsextremen Szene.
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