USA: Donald Trump feiert neuen Hubschrauberlandeplatz am Weißen Haus
Dass Donald Trump bei Terminen zwischendurch mal einnickt (oder es zumindest so aussehen lässt), ist nichts Neues mehr. Das tägliche Regierungsgeschäft scheint den US-Präsidenten mitunter zu langweilen. Mit Blick auf den Irankrieg hat er das sogar offen eingeräumt . Ganz und gar nicht angeödet wirkt er hingegen, wenn es um die verschiedenen Bauvorhaben geht, mit denen er der US-Hauptstadt Washington seinen Stempel aufdrücken möchte.
Nun hat der Republikaner sichtlich stolz einen geplanten neuen Hubschrauber-Landeplatz direkt am Weißen Haus präsentiert. Der frühere Immobilienunternehmer wirkte voller Tatendrang, als er am Mittwoch Journalisten spontan über die Baustelle auf der Rasenfläche an der Südseite des Weißen Hauses führte. »Eines kann ich: bauen!«, sagte Trump. Und dann nochmal: »Ich liebe das Bauen.«
Der Präsident begründete den Bau des Granit-Landeplatzes – der auch für Cocktail-Empfänge geeignet sei – damit, dass die neuen Modelle des Präsidenten-Hubschraubers »Marine One«, die demnächst in Dienst gehen sollen, den Rasen der berühmten Fläche hinter dem Weißen Haus beschädigen würden. »Dank des Landeplatzes werden wir nun keine Probleme mehr mit dem Rasen haben.«
Zum Rasen hat Trump ohnehin ein besonderes Verhältnis. Zum wiederholten Mal äußerte er am Mittwoch (Ortszeit), dass »Gras ein Leben habe, so wie Menschen auch«. Dann erwähnte er den Namen der Firma, die den Rasen rund um den Heli-Pad angeblich gratis verlegt, mehrfach (»Großartiges, großartiges Unternehmen. (…) Sehr groß und sehr gut.«). Die Erdarbeiten seien natürlich von bester Qualität: »Als Rasen ist man hier sehr glücklich.«
Trump will mit mehreren Prestigeprojekten bis zum Ende seiner zweiten Amtszeit im Januar 2029 das Erscheinungsbild Washingtons neu gestalten und für immer prägen. Unter anderem ließ der 80-Jährige den historischen Ostflügel des Weißen Hauses abreißen, um an dessen Stelle einen Ballsaal zu bauen. Zudem hat er den sogenannten Reflecting Pool renovieren lassen (mehr hier ) und will einen riesigen Triumphbogen errichten lassen. Dieser soll fast drei Mal so hoch werden wie das Brandenburger Tor in Berlin und anderthalb Mal so hoch wie der Pariser Triumphbogen.
1 Min Zur Merkliste hinzufügen Ärger um Reflecting Pool: »Sie hat es vermasselt« – Trump poltert im Wasserbecken-Streit gegen Staatsanwältin Pirro 2 Min Zur Merkliste hinzufügen 2 Min Zur Merkliste hinzufügen Monumentalbauten in Washington: Hier will sich Donald Trump ein Denkmal setzen Von Claus Hecking und Niklas Marienhagen 5 Min Zur Merkliste hinzufügen 5 Min Zur Merkliste hinzufügen Beim aktuellen Termin am Weißen Haus bewies Baulöwe Trump dann aber auch ein Auge für Details. So hatten es ihm die beiden Fahnenmasten am Hubschrauber-Landeplatz angetan. Diese habe er selbst spendiert, so der Präsident. Und weiter: »Das ist ein großartiger Mast. Höchste Qualitätsstufe. (…) Großartig. Mit Fahnenmasten kenne ich mich sehr gut aus.«
5News hat diese Zusammenfassung aus dem öffentlichen Feed der Quelle übernommen. Der vollständige Artikel mit allen Details steht auf www.spiegel.de — der Inhalt gehört Der Spiegel.