News: AfD, Österreich, KI-Datenzentren, Bernie Sanders, María Corina Machado, Venezuela
Jetzt, da die AfD in Sachsen-Anhalt kurz davorsteht, bei der Landtagswahl am 6. September die absolute Mehrheit zu holen (mehr dazu hier ), gewinnt ein Argument an Zuspruch. Es war in den vergangenen Jahren immer mal wieder zu hören, auch wenn es durch die ständige Wiederholung nicht richtiger wird: Man müsste, so sagen manche, die radikalen Rechten nur regieren lassen, dann würden sie sich von selbst entzaubern.
Man könnte nun auf die deutsche Geschichte schauen, um zu verstehen, dass das keine so gute Idee ist. Auch in den Zwanziger- und Dreißigerjahren des vergangenen Jahrhunderts, daran hat der ehemalige SPD-Chef Sigmar Gabriel gerade noch einmal in der ARD erinnert, glaubten die Konservativen, sie könnten den Aufsteiger Adolf Hitler einhegen. Das Experiment endete im Holocaust. Die Holocaustüberlebende und Vorsitzende der Israelitischen Kultusgemeinde für München und Oberbayern, Charlotte Knobloch, hat in einem Interview mit dem »Stern« jüngst noch einmal gewarnt, sie sehe bei der AfD »in vielen Bereichen keinen Unterschied zur NSDAP«.
Man muss aber vielleicht gar nicht so weit in der Geschichte zurückgehen, um zu verstehen, welche Gefahren drohen, wenn radikale Rechte regieren. Ein Blick ins Nachbarland Österreich tut es auch. Die FPÖ hat dort schon dreimal auf Bundesebene mitregiert: von 1983 bis 1986 mit den Sozialdemokraten, von 2000 bis 2005 sowie von 2017 bis 2019 mit der konservativen Volkspartei. Zweimal zerbrach die Koalition, unter anderem weil es die FPÖ mit demokratischen Normen nicht so genau nahm (mehr dazu hier ). Trotzdem liegt die Partei heute in Umfragen bei knapp 40 Prozent. Ihr Programm und ihre Rhetorik sind radikaler denn je: Parteichef Herbert Kickl fordert einen »Systemumbau« und »Remigration«. »Entzauberung sieht anders aus«, sagt meine Kollegin Lucia Heisterkamp, die sich in dem Podcast »Inside Austria« regelmäßig mit der FPÖ beschäftigt.
Als Bernie Sanders 1991 zum ersten Mal als Abgeordneter in das US-Repräsentantenhaus einzog, gab es noch kein Google. Nachrichten wurden in der Regel per Fax verschickt und Elon Musk hatte gerade ein Studium in Ontario begonnen. Seit nunmehr fast 20 Jahren vertritt Sanders den Bundesstaat Vermont als Senator. Und als solcher ist er jetzt einer der entschiedensten Gegner der jüngsten und womöglich folgenschwersten technologischen Neuerung, der künstlichen Intelligenz (mehr dazu hier ).
Längst ist die KI dabei, die Welt, wie wir sie kennen, fundamental zu verändern. Politik, Wirtschaft, Kultur – es gibt kaum einen Bereich des täglichen Lebens, der nicht auf die ein oder andere Weise von der Umwälzung betroffen ist. Doch je spürbarer die Einschnitte werden, desto größer wird auch der Widerstand (mehr dazu hier ). Am deutlichsten sichtbar ist das gerade bei den wachsenden Protesten gegen die KI-Datenzentren.
Ohne immer neue Datenzentren würde die Entwicklung der KI stagnieren. Zugleich jedoch stellen diese Zentren nicht nur einen erheblichen Einschnitt in die Landschaft dar, sie verbrauchen auch gewaltige Mengen an Wasser und Strom, weshalb immer mehr Menschen dagegen aufbegehren.
5News hat diese Zusammenfassung aus dem öffentlichen Feed der Quelle übernommen. Der vollständige Artikel mit allen Details steht auf www.spiegel.de — der Inhalt gehört Der Spiegel.