Die Lage im Überblick: Wadephul erwartet Sieg - und Putin eine Niederlage Kiews
Die Gewalt im russischen Angriffskrieg gegen die Ukraine eskaliert.
Bundesaußenminister Wadephul sieht Kiew auf Siegeskurs.
Aus Moskau kommt Widerspruch - von Kremlchef Putin.
Nach viereinhalb Jahren Angriffskrieg Russlands gegen die Ukraine erwartet Kremlchef Wladimir Putin in Moskau trotz bisher unerreichter Invasionsziele weiter eine Niederlage Kiews.
Bundesaußenminister Johann Wadephul hingegen sieht die Ukraine bei einem weiteren Besuch in dem Land klar auf Siegeskurs. „Putin muss wissen, gemeinsam mit ihren Unterstützern hat die Ukraine den längeren Atem auf dem Weg zum eigentlichen Ziel: endlich Frieden“, sagte der CDU-Politiker in Kiew.
Wie der Krieg ende, sei eine entscheidende Frage für die Zukunft Europas. „Und er muss so enden, dass nicht das Recht des Stärkeren sich durchsetzt, sondern dass die Stärke des Rechts sich durchsetzt“, sagte der Minister.
Nach massiven russischen Luftschlägen mit vielen getöteten ukrainischen Zivilisten - wie zuletzt am Freitag in Krywyj Rih, wo 16 Menschen bei einem russischen Drohnenangriff auf ein Einkaufszentrum starben und rund 130 weitere verletzt wurden - fordert die Ukraine vor allem mehr westliche Hilfe bei der Flugabwehr.
Selenskyj braucht Patriots - Wadephul will sich kümmern Nach ukrainischen Angaben führte auch ein russischer Angriff mit ballistischen Raketen in einem Kiewer Vorort Wadephul unmittelbar vor Augen, was der Ukraine derzeit am meisten zu schaffen macht.
Ihr fehlen die Mittel, um die Angriffe mit den im Vergleich zu Marschflugkörpern und Drohnen sehr schnellen ballistischen Raketen abzuwehren.
Selenskyj bekniet die Alliierten seit langem, zusätzliche Patriot-Abwehrraketen US-amerikanischer Bauart zu liefern - bisher ohne Erfolg.
Wadephul betonte aber, dass er schon nächste Woche weiter versuchen werde, Bündnispartner zur Abgabe von Patriots zu bewegen. „Die Dringlichkeit, die Ukraine mit weiteren Luftverteidigungssystemen zu unterstützen, wird hier noch einmal deutlich“, sagte er in Kiew .
Zu den möglichen Lieferanten zählen Griechenland, Italien, Japan und Südkorea.
Die Bundeswehr hat schon fünf Systeme an die Ukraine abgegeben und sieht eigentlich keine Möglichkeit mehr, aus ihren eigenen Beständen zu liefern.
Die Bundeswehr habe alles mobilisiert, was möglich war, und sei an ihre Reserven herangegangen, sagte Wadephul.
5News hat diese Zusammenfassung aus dem öffentlichen Feed der Quelle übernommen. Der vollständige Artikel mit allen Details steht auf www.stern.de — der Inhalt gehört Stern.