Munitionsfund: Weltkriegsbombe in Heidenau entschärft
Gefährlicher Fund in der Elbe: Ein Wassersportler entdeckt eine 250-Kilo-Bombe, Tausende müssen aus ihren Häusern und Wohnungen raus.
Wegen des niedrigen Wassers könnte es zu weiteren Funden kommen.
Die Weltkriegsbombe in der Elbe bei Heidenau ist entschärft.
Am frühen Nachmittag entfernte der Kampfmittelbeseitigungsdienst zunächst die beiden Zünder und sprengte sie dann, teilte die Polizei mit.
Gut anderthalb Stunden nach Beginn der Entschärfung wurde der Sperrbereich rund um die Fundstelle aufgehoben.
Die rund 3.800 betroffenen Anwohner konnten wieder in ihre Wohnungen zurückkehren.
Bombe mit zwei Zündern „Es ist alles gut gegangen“, sagte Sprengmeister Andreas Dörfel, Truppführer beim sächsischen Kampfmittelbeseitigungsdienst .
Der 250 Kilogramm schwere russische Blindgänger sei mit einem Kopf- und einem Heckzünder versehen gewesen.
Zunächst habe das Team die Zünder gereinigt und dann ohne technische Hilfsmittel entfernt. „Wir konnten beide Zünder, obwohl sie so stark deformiert waren, händisch herausschrauben.“ Weil die Zünder nicht transportfähig waren, wurden sie vor Ort gesprengt.
Auch das Wetter spielte mit: „Das Gute war, dass das Gewitter weggezogen ist“, erklärte Dörfel.
Sonst hätte sein Team die Entschärfung unterbrechen müssen.
Der Blindgänger wird zur Entsorgung in die zentrale Sammelstelle in Zeithain gebracht und dort vernichtet. „Sie wird in Scheiben gesägt, die Scheiben kommen dann in den Abbrandofen, wo der Sprengstoff verbrannt wird, und der Stahlanteil geht zurück ins Stahlwerk“, sagte Dörfel.
Wassersportler fand Bombe Ein Wassersportler hatte die Bombe am Samstag in der Elbe bei Heidenau und dem Pirnaer Ortsteil Pratzschwitz entdeckt.
Daraufhin brachte die Wasserschutzpolizei sie im Uferbereich an Land.
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