Kuriose Serie - Darum drückt Schalke Verl und Würzburg die Daumen
Gelsenkirchen/Halle – Auf dem Papier ist der FC Schalke der klare Favorit gegen den Halleschen FC. Der Regionalliga-Klub ist mit sechs Punkten aus fünf Spielen überschaubar in die neue Saison gestartet. Für den Aufsteiger aus Gelsenkirchen ist ein Sieg Pflicht. Trotzdem dürfte der Pott-Klub dem SC Verl und den Würzburger Kickers ganz fest die Daumen drücken.
Der Grund? Eine Serie, die seit 18 Jahren anhält. Denn zuletzt sind in der Pokalsaison 2008/09 alle 18 Bundesligisten in die 2. Runde des DFB‑Pokals eingezogen. Danach scheiterte immer mindestens eine Mannschaft aus dem Oberhaus zum Auftakt. Gerade die abergläubischen Anhänger dürften da langsam immer nervöser werden. Denn bisher sind alle Bundesligisten eine Runde weiter.
Bedeutet: Die Wahrscheinlichkeit, dass Schalke der Klub ist, der direkt rausfliegt, steigt mit Blick auf die schwarze Serie immer weiter an. Neben dem Pott-Klub sind es vier weitere Konkurrenten, die ebenfalls noch eine Hürde nehmen müssen. Vor dem Pokal-Duell des Aufsteigers (20.45 Uhr/Sky und ARD) spielen der SC Verl gegen Hamburg (Sky) und die Würzburger Kickers gegen Köln (Sky und RTL, beide Partien starten um 18 Uhr).
Sind Köln und Hamburg erfolgreich, erhöht das den Druck auf Schalke. Denn nach den Traditionsriesen spielen nur noch der BVB gegen HEBC Hamburg (1. September, 20.45 Uhr/Sky und RTL) und der FC Bayern trifft einen Tag später auf Osnabrück (20.45 Uhr/Sky und ARD). Doch das könnte den Königsblauen in die Karten spielen. Denn 2008 war der Rekordmeister der letzte Bundesligist, der in die 2. Runde einzog. Und das mit einer Fast-Blamage gegen Rot-Weiß Erfurt (4:3).
Übrigens: In der besagten Pokalsaison scheiterte Schalke erst im Viertelfinale gegen Mainz (0:1). Angesichts der vergangenen Horrorjahre und der finanziellen Schieflage dürften die Verantwortlichen ein Viertelfinal-Aus sofort unterschreiben. Das letzte Mal unter den besten 8 war Königsblau vor sieben Jahren. Damals war gegen die Bayern (0:1) Feierabend.
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