„Eintrag ins Geschichtsbuch nehmen wir“ - Dynamo Dresdens neue DFB-Pokal-Rekorde
Locker-flockig in die 2. Runde! Dynamo Dresden konnte beim 6:0 gegen Regionalligist Westfalia Rhynern sogar gleich zwei eigene Rekorde im DFB-Pokal aufstellen. Es war nicht nur der höchste Sieg, sondern es gab auch die meisten verschiedenen Torschützen in einem Spiel dieses Wettbewerbs.
Der Bestwert lag 25 Jahre zurück. Am 3. September 1991 zogen die Schwarz-Gelben mit einem 5:0 beim Suhler SV (Thüringen) ins Achtelfinale ein. Alexander Rossipal (30) musste gleich schmunzeln, als er danach gefragt wurde. Der Linksverteidiger: „Nee, das wusste ich tatsächlich nicht. So gut bin ich mit der ganzen Geschichte von Dynamo noch nicht vertraut. Aber stark, den Eintrag ins Geschichtsbuch nehmen wir!“
Damals waren es fünf unterschiedliche Namen, die sich auf der Anzeigetafel niederschlugen. Diesmal sind es sogar sechs – der zweite Rekord. Beim Viertligisten Rhynern trafen nun Rechtsverteidiger Jonas Sterner sowie die gesamte Offensivabteilung. Angefangen bei Stürmer Vincent Vermeij über Spielmacher Niklas Hauptmann und die beiden Außen Ben Bobzien und Kaan Inanoglu.
Die meisten Tore wurden dabei überragend herausgespielt. Vollendet wurde der in dieser Hinsicht historische Erfolg allerdings ausgerechnet mit einem „Unfall-Treffer“ von Robert Wagner (23). Der Mittelfeldmotor gab danach zu: „Ben hat ihn geschickt durchgelassen, dann wollte ich eigentlich den Fuß irgendwie hinkriegen. Dass es das Knie geworden ist, war nicht geplant.“
Trotzdem: Mehr als die Hälfte des Teams trug sich dank des halben Dutzends in die Torschützenliste ein. Rossipal: „Das ist ein schönes Gesamtbild. Wir predigen immer, dass es um die ganze Mannschaft geht und nicht um Einzelne. Im Endeffekt ist es egal, wer trifft. Hauptsache, das Gefüge stimmt und wir rudern alle in dieselbe Richtung.“
Ließen die Dynamos am Ende sogar Gnade vor Recht ergehen, weil sie nach der 54. Minute gar nicht mehr netzten? „Nein, Mitleid darf mit dem Gegner nicht aufkommen“, meint Rossipal. Selbst wenn es zum Schluss im leichten Schongang zur Rekordjagd reicht …
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