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Supercup in Hamburg - Nächster Titel für deutsche Basketballer

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Supercup in Hamburg - Nächster Titel für deutsche Basketballer

Ein großes, internationales Turnier gibt es dieses Jahr im Basketball nicht. Trotzdem holt die deutsche Nationalmannschaft ein Titelchen. Im Finale des „Turkish Airlines Supercups“ in Hamburg schlug der Welt- und Europameister Kroatien mit 96:87 (50:39) und sicherte sich zum siebten Mal die Trophäe des traditionellen Vorbereitungsturniers. Zuletzt hatte das Team um NBA-Star Dennis Schröder (32/Charlotte Hornets) 2021 dabei triumphiert.

„Noch eine Trophäe zu gewinnen ist nice“, freute sich Kapitän Schröder nach dem Basketball-Fest mit 9583 Fans. Und auch der kritische Bundestrainer Álex Mumbrú (47) stellte fest: „Der Basketball in Deutschland ist zurzeit auf einem Top-, Top-Level.“

Beide Mannschaften waren sich gerade erst in der Gruppenphase der WM-Quali begegnet. Und schon da waren die Duelle umkämpft. Das Hinspiel Ende Februar hatten die Kroaten gewonnen (93:88). Im Rückspiel Anfang März in Bonn machte das DBB-Team in einem Verlängerungs-Krimi mit 91:89 das Weiterkommen klar. Zum Supercup hatte die Nr. 34 der Welt erneut ein Star-Aufgebot um Mario Hezonja (31/Cleveland Cavaliers), Ivica Zubac (29/Los Angeles Clippers) und NBA-Rückkehrer Dario Šarić (32/Anadolu Efes Istanbul) geschickt. So war von Anfang an Feuer drin.

Die Deutschen verteidigten vom ersten Sprungball an mit hoher Intensität. Kein Vergleich zum 115:82 vom Freitag gegen Tschechien. Nach einer Viertelstunde machte sich der hohe Druck bei den Kroaten (10 Ballverluste) bemerkbar und das DBB-Team setzte sich zum ersten Mal ab. Bis zur Halbzeit wuchs der Vorsprung auf 11 Punkte an (50:39). „Das war eine deutliche Steigerung zur ersten Hälfte gestern“, sagte der gebürtige Hamburger Louis Olinde (28) im Pausen-Interview bei MagentaSport. „Viel intensiver, viel schneller. Ich glaube, wir sind auf dem richtigen Weg.“

Doch von dem kamen sie nach der Pause kurzzeitig ab. Die Kroaten legten einen 10:0-Lauf hin, kamen auf 52:49 ran. Timeout! „Jungs, ihr seid nicht bereit“, mahnte Mumbrú und forderte mehr Tempo. Das bekam er. Sein konterte den Lauf und baute den Vorsprung erstmal wieder aus. Aber die Kroaten ließen nicht locker. So wurde es wieder ein Krimi. 88:85 – noch drei Minuten! Doch Schröder & Co. behielten die Nerven …

Doppelter Schreck: Center Daniel Theis (34/Maccabi Tel Aviv) war schon im zweiten Viertel in die Kabine verschwunden und kehrte zur Sicherheit nicht mehr aufs Feld zurück. Im dritten Viertel humpelte dann auch Schröder nach einem Zusammenprall mit Kniebeschwerden vom Feld. Während er an der Seitenlinie den Schmerz rauslief, übernahm der Maodo Lo (33/Zalgiris Kaunas) und spielte sich in einen Rausch (19 Punkte).

Bester deutscher Werfer war Oscar da Silva (27). Der Star vom FC Bayern machte 20 seine 22 Punkte in der zweiten Hälfte. Schröder gelang mit 10 Punkten und 10 Assists erneut ein Double-Double. Für die Kroaten traf Hezonja (19 Punkte) am besten.

„Von 80 Minuten ist es uns an diesem Wochenende vielleicht 35 Minuten gelungen, unseren besten Basketball zu spielen“, sagte Schröder und fügte selbstkritisch hinzu.

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