Neue Hierarchie auf Schalke - Muslic schmeißt Jungstar aus Mannschaftsrat
Gelsenkirchen – Im Mannschaftsrat setzt Miron Muslic (43) ab sofort gewaltig auf Erfahrung – ausschließlich auf Erfahrung! Der Schalke-Trainer hat vor dem Spiel Montag gegen Halle (20.45 Uhr/Sky und ARD) bekannt gegeben, wen er für das wichtige und mächtige Teamgremium bestimmt hat. Auffallend: Die Jugend verliert ihre Stimme …
Kenan Karaman (32), der von allen Schalkern geliebt und gefeiert wird, bleibt selbstverständlich der Kapitän. Seine Stellvertreter Nikola Katic (29) und Timo Becker (29) behalten ebenfalls ihre Posten. Auch weiter dabei: Torwart Loris Karius (33) und Ron Schallenberg (27).
Die einzige Änderung im Mannschaftsrat: Routinier Edin Dzeko (40) ersetzt Nachwuchstalent Max Grüger (21), der mittlerweile in die U23 degradiert wurde und den Verein verlassen soll. Bedeutet: Der Rat hat einen Altersdurchschnitt von 31,7 Jahren – letzte Saison war das Gremium über vier Jahre jünger im Schnitt! Muslic: „Ich glaube, da haben wir im vergangenen Jahr schon die richtigen Entscheidungen getroffen. Mit unserem Mannschaftsrat sehe ich uns hervorragend aufgestellt.“
Dabei hätte Muslic mit Mertcan Ayhan (19) oder Soufiane El-Faouzi (24) Alternativen gehabt, um den jüngeren Spielern auch einen Platz – und vor allem eine Stimme – zu sichern. Der Trainer: „Wir haben in beiden Jahren den Mannschaftsrat bewusst gewählt. Der Rat ist für interne Angelegenheiten ein Sprachrohr. Trotzdem haben Mertcan, Soufiane oder Ail (Aouchiche, d. Red.) ein Mitspracherecht.“ Und weiter: „Das wird vertreten von den sechs Leistungsträgern, die auch in der vergangenen Saison von Tag 1 bis zum Schluss sich der Verantwortung gestellt und sie auch übernommen haben.“
Zur Wahrheit gehört aber auch: Mit der starken Entwicklung in seiner Debütsaison (!), der Vertragsverlängerung bis 2030 ohne Ausstiegsklausel (!) und der Verbindung zu Verein und Stadt hätte sich Ayhan definitiv einen Platz im Mannschaftsrat verdient.
Die Umstellung ist ein Fingerzeig, dass es die Jugend in der kommenden Saison deutlich schwieriger haben dürfte, als das in der 2. Bundesliga der Fall war!
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