Turnier in Nordamerika - Verbands-Boss lädt Infantino aus!
Bleib weg, Gianni! Der Aufstand gegen Fifa-Präsident Gianni Infantino (56) geht immer weiter. Victor Montagliani (60), Präsident des nord- und mittelamerikanischen Fußball-Verbands Concacaf und gleichzeitig Vizepräsident im Fifa-Rat, hat den umstrittenen Fifa-Chef laut übereinstimmenden Medienberichten ausdrücklich gebeten, einem Nachwuchsturnier in der Dominikanischen Republik fernzubleiben.
Der Grund: Infantinos Anwesenheit könne den Fokus von den jungen Talenten weglenken. In einem Schreiben soll Montagliani gewarnt haben, dass die Medien wegen der aktuellen Fifa-Führungskrise vor allem auf den Weltverbandsboss schauen würden. Das würde den sportlichen Charakter des U14-Turniers überschatten.
„Ich glaube, dass sich die Medien angesichts der Führungskrise bei der Fifa, die durch Ihren umstrittenen Vorschlag ‚FIFA Forward Enterprise‘ ausgelöst wurde, auf diese Situation konzentrieren werden“, heißt es in dem Schreiben von Montagliani. Und weiter: „Daher bitte ich Sie im Namen des Fußballs höflich, Ihre Teilnahme zu überdenken, da sie leider den sportlichen Charakter dieser wichtigen Nachwuchsförderungsmaßnahme untergraben wird.“
Doch Infantino reiste trotzdem in die Karibik! Am Freitag landete der Schweizer in der Dominikanischen Republik und trifft sich dort mit Sportminister Kelvin Cruz (48), Vertretern der Politik sowie Verbandschef Jose Deschamps. Ob er auch tatsächlich beim Nachwuchsturnier auftaucht, ist bislang offen.
Auf Instagram präsentiert sich Infantino bestens gelaunt. Dort veröffentlicht er Fotos und Videos von seiner Ankunft, wird herzlich empfangen und mehrfach umarmt. Dazu schreibt er, dass er sich freue, gemeinsam mit den Verantwortlichen darüber zu sprechen, wie der Fußball in der Region weiter gestärkt werden könne und wie noch mehr Chancen für junge Menschen geschaffen werden könnten.
Das Schreiben ist der nächste herbe Schlag für Infantino. Der Fifa-Boss steckt in der wohl größten Krise seiner Amtszeit. Besonders seine inzwischen zurückgezogenen Pläne, Investoren an künftigen WM -Geschäften zu beteiligen, hatten weltweit heftige Reaktionen ausgelöst.
Vor allem die Uefa geht inzwischen offen auf Distanz . Europas Fußball-Verband will verhindern, dass Infantino beim Fifa-Kongress im März 2027 erneut zum Präsidenten gewählt wird. Allerdings kann der Schweizer weiter auf Rückhalt aus Teilen der Fußball-Welt bauen. Besonders einige Verbände aus der Karibik gelten weiterhin als mögliche Unterstützer.
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