Analoge Lernorte: Buch statt Bildschirm: Thüringen setzt auf Schulbibliotheken
Thüringens Schulen bieten mehr als 460 reine Schulbibliotheken.
Warum diese Orte das konzentrierte Lernen und den Umgang mit digitalen Informationen fördern können.
In Thüringen können die rund 260.000 Kinder und Jugendlichen in Schulen auf 493 Schulbibliotheken zugreifen.
Das geht aus Zahlen des Bildungsministeriums hervor.
In wenigen Fällen sind die Einrichtungen gekoppelt an andere Schulen oder an öffentliche Bibliotheken, haben dort eine Ausleihstation oder die öffentliche Bibliothek selbst hat ihren Sitz in einer Schule.
Doch 464 Einrichtungen gelten als reine Schulbibliotheken.
Preis für Schulbibliotheken Bildungsminister Christian Tischner verleiht am Donnerstag den Schulbibliothekspreis - zum siebten Mal.
Damit zeichnet sein Ministerium Schulen aus, „die die Lese-, Medien- und Sprachkompetenz ihrer Schülerinnen und Schüler in besonderer Weise fördern“, wie es vorab hieß.
In Zeiten von TikTok, Künstlicher Intelligenz und einer Informationsflut im Netz wirken Schulbibliotheken auf den ersten Blick vielleicht wie ein Relikt aus einer anderen Zeit.
Doch aus Sicht des Bildungsministeriums spielen sie ihre Stärken auf einer anderen Ebene aus: „Gerade in Zeiten der Informationsbeschleunigung sind Schulbibliotheken zentrale Orte.
Sie bieten weit mehr als den Zugang zu Büchern und Medien: Als bewusst reizarme Lernumgebungen ermöglichen sie Schülerinnen und Schülern konzentriertes Arbeiten, Lesen und Recherchieren“, teilte eine Sprecherin auf Anfrage mit.
Kompetenzen vermitteln Also Buch statt Bildschirm.
Doch es geht auch nicht nur um das Ambiente.
In Schulbibliotheken würden auch Kompetenzen geschult, die es für einen kritisch reflektierten Umgang mit Künstlicher Intelligenz (KI) brauche, erklärte die Ministeriumssprecherin.
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