Kardiologen raten: Gehen Sie weit weg von Bordsteinkante, um Herz zu schützen
Feinstaub einatmen, nachts Verkehrslärm hören oder anhaltender Hitze ausgesetzt sein: Solche Umweltbelastungen können das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen erhöhen und bestehende Beschwerden verschärfen. Darauf weist die Deutsche Herzstiftung hin.
Diese Belastungen nennt der Mainzer Kardiologe und Umweltmediziner Prof. Thomas Münzel die „heimlichen Akteure der Herzmedizin“. Dem Stress aus der Umwelt könne sich kaum jemand entziehen. Warum ist Umweltstress so schädlich? Und was kann man tun, um ihn zu reduzieren?
Verkehrslärm erhöht die Ausschüttung von Stresshormonen, erklärt die Herzstiftung.
Besonders problematisch sei das Zusammenspiel von Lärm und verschmutzter Luft : Beide können sich in ihrer schädlichen Wirkung verstärken. „Das betrifft uns ungefähr so, als würden wir alle rauchen“, so der Kardiologe Prof. Thomas Lüscher vom Imperial College London über die Belastung durch Lärm und Luftverschmutzung im Stiftungs-Magazin „Herz heute“ (aktuelle Ausgabe).
Eine 2023 veröffentlichte Studie , auf die die Herzstiftung verweist, fand bei Menschen mit hoher Belastung durch beides ein fast dreifach höheres Risiko für Herz-Kreislauf-Ereignisse wie Schlaganfall oder Herzinfarkt im Vergleich zu Personen mit niedriger Belastung.
Auch Feinstaub und andere Luftschadstoffe gelten als relevante Belastungsfaktoren für Herz und Kreislauf. Extreme Hitze kann den Kreislauf zusätzlich beanspruchen, so die Herzstiftung.
Doch „Umwelteinflüsse wie Feinstaub, Lärm, Hitze und Umweltgifte können das Risiko, eine Herz-Kreislauf-Erkrankung zu erleiden, deutlich erhöhen oder eine bestehende Erkrankung zusätzlich befeuern“, so der Kardiologe und „Herz heute“-Chefredakteur Prof. Thomas Meinertz.
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