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Im Elfmeterschießen - Hertha zittert sich in die nächste Pokalrunde

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Im Elfmeterschießen - Hertha zittert sich in die nächste Pokalrunde

Was für ein Pokal-Krimi! Hertha zittert sich in die nächste Pokalrunde, gewinnt vor 15.500 Fans im ausverkauften Ludwigsparkstadion mit 5:3 nach Elfmeterschießen beim Drittligisten 1. FC Saarbrücken. Der Held des Tages ist Torwart Marius Gersbeck mit zwei parierten Strafstößen.

Gersbeck: „Wir sind alle erleichtert. So ein knappes Spiel ist sehr belastend für alle. Umso schöner ist es, wenn du dann als Gewinner hier rausgehst. Wenn man das Spiel dann verliert, wäre das niederschmetternd.“

Hertha stand schon lange zuvor mit einem Bein in der zweiten Pokalrunde. Ein Weitschuss von Paul Seguin aus 28 Metern mit 109,69 km/h brachte die Hertha auf die Siegerstraße (69. Minute). Doch in der Nachspielzeit rettete Philip Fahrner den 1. FC Saarbrücken überraschend noch mit einem Weitschuss aus 22 Metern in die Verlängerung (90. + 2). Das Elfmeterschießen musste dann für die Entscheidung sorgen.

Letzte Saison scheiterte Hertha im Pokal-Viertelfinale gegen Freiburg 5:6 nach Elfmeterschießen. In der neuen Pokalsaison lief es erfolgreicher. Hertha-Keeper Gersbeck hielt die Strafstöße von Pick und Brünker. Für die Berliner trafen alle Schützen vom Punkt: Brekalo, Gechter, Schuler und Sessa.

Zum Spiel: Sowohl der 1. FC Saarbrücken als auch Hertha BSC gehen im Vergleich zur Vorwoche mit einer Änderung ins Spiel. Bei den Gastgebern steht Kevin Broll im Tor. Bei Hertha BSC rückt Jon Dagur Torsteinsson für Marten Winkler (nach dessen Wechsel zu Anderlecht) neu ins Team.

Hertha startet dominant, kommt durch Grönning (3. Min.) und Zeefuik (4.) schnell zu zwei Möglichkeiten. Der Gastgeber kontert durch Pick, dessen Schuss in letzter Sekunde von Zeefuik geblockt wird (10.). Kurz danach ist Herthas Linksverteidiger wieder vorn, ballert aus zwölf Metern an die Latte (16.). Danach bleibt die Szene heiß, Thorsteinsson schließt aus 15 Metern ab, doch Broll lenkt den Schuss stark um den Pfosten herum.

Auffällig: Hertha hat viel mehr Ballbesitz. Besonders die rechte Seite macht über Rechtsverteidiger Eitschberger und Flügelflitzer Thorsteinsson (spielt für Marten Winkler, der vor einer Woche zu Anderlecht gewechselt ist) Dauerdruck. Nach 30 Minuten hat Hertha ein Eckenverhältnis von 6:0. Herthas Fans feiern ihr Team, immer knallt es im Block – allerdings nur durch zerplatzte blau-weiße Luftballons. Witzig! Kurios: Kurz vor der Pause stellt Nankishi nach tollem Trick gegen Zeefuik das Spiel fast auf den Kopf, doch den ersten Schuss der Gastgeber entschärft Gersbeck (42.).

In der zweiten Hälfte sind die Berliner weiter das bessere Team, kommen durch Sessa (51./55.) zu guten Chancen. Thorsteinsson vergibt einen Riesen (68.). Zwischendurch sieht Hertha-Trainer Stefan Leitl Gelb wegen Meckerns. Nach dem Seguin-Treffer scheinen die Berliner Nerven zunächst beruhigt. Bis Fahrner Saarbrücken in die Verlängerung ballert.

Dort hat Klemens nach Flanke von Neuzugang Alfa-Ruprecht – beide wurden eingewechselt – den Berliner Sieg auf den Kopf (93.). In der 112. Minute scheitert Herthas Luca Schuler völlig frei am starken Torwart Broll.

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