Trumps nächste Show: Rennwagen rasen ums Kapitol
Donald Trump setzt zum 250. Jubiläum der USA auf eine PS-Show im Herzen Washingtons. Während die Benzinpreise steigen, will sich der Präsident bei einem IndyCar-Rennen inszenieren.
Die Benzinpreise in den USA sind in einem Jahr um fast ein Drittel gestiegen, die Staatsverschuldung hat ein neues Rekordniveau erreicht. Doch das bringt Präsident Donald Trump nicht davon ab, ein Motorsport-Event in der US-Hauptstadt Washington zu veranstalten.
Das Rennen soll den Schlusspunkt der Feiern um den 250. Jahrestag der amerikanischen Unabhängigkeit am 4. Juli setzen.
Der "Freedom 250 Grand Prix" ist ein einmaliges Rennen der US-Rennserie IndyCar, deren Fahrzeuge äußerlich an Formel-1-Autos erinnern. 25 Fahrer absolvieren am Sonntag 147 Runden auf einem rund 2,7 Kilometer langen Stadtkurs.
Die Strecke führt über die Pennsylvania Avenue, vorbei am Kapitol, den National Archives und mehreren Smithsonian-Museen. Auf den Geraden erreichen die Fahrzeuge Geschwindigkeiten von bis zu knapp 300 Stundenkilometern.
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100.000 Besucher haben kostenlose Eintrittskarten erhalten. Für das Rennen wurden 220 Kanaldeckel verschweißt, zahlreiche Straßen gesperrt und der Flughafen Reagan National zeitweise geschlossen.
Dass das Rennen überhaupt stattfindet, geht maßgeblich auf Trump zurück. Per Dekret brachte er das Projekt Anfang des Jahres auf den Weg. Am Sonntag soll der Präsident persönlich eine Ehrenrunde in seiner gepanzerten Limousine "The Beast" fahren und anschließend mit der grünen Flagge das Rennen freigeben.
Trump bewirbt die Veranstaltung offensiv als patriotische Machtdemonstration:
Er verspricht den Zuschauern "Autos auf einem Niveau, das es noch nie zuvor gab".
Für den Präsidenten ist das Rennen zugleich Teil einer Serie öffentlichkeitswirksamer Großveranstaltungen. Die Feierlichkeiten zum 250. Geburtstag der USA hatte Trump zu seinem 80. Geburtstag im Juni mit einem UFC-Kampfabend auf dem Gelände des Weißen Hauses eröffnet, ebenfalls ein umstrittenes Sportereignis.
Offiziell kostet die Veranstaltung rund 35 Millionen Dollar, die überwiegend vom Rennveranstalter Penske getragen werden. Doch Kritiker verweisen auf zusätzliche Aufwendungen für Polizei, Secret Service und andere Sicherheitsbehörden. Washingtons Polizei arbeitet das gesamte Wochenende im Vollbetrieb, tausende Sicherheitskräfte sind im Einsatz.
ZDF-Korrespondent Jan Fritsche ordnet die Bedeutung des Rennens so ein:
"Seine Kritiker fordern, er solle sich lieber um die Probleme der Amerikaner kümmern, wie die hohen Lebenshaltungskosten", sagt Fritsche.
5News hat diese Zusammenfassung aus dem öffentlichen Feed der Quelle übernommen. Der vollständige Artikel mit allen Details steht auf www.zdf.de — der Inhalt gehört ZDFheute.