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„Katastrophe für die Bienen“: So wirkt sich der Hitzesommer auf die Honigernte aus

Stern ·
„Katastrophe für die Bienen“: So wirkt sich der Hitzesommer auf die Honigernte aus

Bienen im Notbetrieb: Trockenheit und Hitze setzen den Tieren zu.

Was das für Honig-Liebhaber und Imker bedeutet.

Und wie die Fachleute ihre Völker über den Winter retten wollen.

Weil Bienen diesen Sommer im Hitzestress waren und mehr den Stock kühlen mussten als Nektar sammeln konnten, könnten manche Honigsorten teurer werden.

Am ehesten sei das bei Spezialitäten wie Tannenhonig zu erwarten, wo das Angebot durch Hitze und Trockenheit verknappt worden sei, teilte Kristin Krewenka vom Landesverband Badischer Imker in Zell am Harmersbach (Ortenaukreis) mit.

Hingegen dürfte beim Blütenhonig die gute Frühjahrsernte eher preisdämpfend wirken.

Eine verlässliche Preis-Mengen-Bilanz könne aber erst nach Saisonende gezogen werden.

Beim Landesverband Württembergischer Imker in Reichenbach an der Fils (Landkreis Esslingen) geht Präsident Helmut Horn hingegen von stabilen Preisen aus.

Auch wenn es in diesem Landesteil ebenfalls keine Waldhonigernte im großen Stil gegeben habe, seien die Lager noch aus dem Vorjahr gefüllt, sagte er der Deutschen Presse-Agentur.

Nach Zahlen des Statistischen Landesamts schwankten die Honigpreise in den vergangenen Jahren teils deutlich.

Der Verbraucherpreisindex für Honig sei 2025 im Jahresschnitt um knapp 11 Prozent gesunken, im Jahr davor um fast 5 Prozent.

2022 und 2023 verzeichneten die Fachleute hingegen Zuwächse um knapp 15 beziehungsweise mehr als 10 Prozent.

Auf gute Frühjahrsblütenernte folgen schwache Monate Raps, Obst und Linde, die Bienen viel Tracht - so wird das natürliche Nahrungsangebot aus Nektar , Pollen oder Honigtau genannt - bieten, hätten dieses Jahr aufgrund des Wetters deutlich früher geblüht.

Die Frühtracht-Ernte sei aber zufriedenstellend ausgefallen, erklärte Krewenka.

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