Seine Athleten kämpften bei der EM - Leichtathletik-Trainer spurlos verschwunden
Sorgen um Leon Baptiste (41). Vom ehemaligen Profi-Sprinter fehlt britischen Medienberichten zufolge seit einem Kurzurlaub in Marokko vor zwei Monaten jede Spur. Dadurch verpasste der Engländer, der inzwischen als Trainer arbeitet, auch die Leichtathletik-Europameisterschaft in Birmingham.
Bei der EM gingen mehrere seiner Athleten an den Start. Unter anderem auch 400-Meter-Läufer Charles Dobson (26), der als Teil der britischen Staffel vor zwei Jahren bei den Olympischen Spielen in Paris Bronze holte. Er schied jedoch im Halbfinale aus und sprach im Anschluss von „interessanten acht Wochen“. In Baptistes Abwesenheit wurde Dobson vor Ort von Ex-Europameister Martyn Rooney (39) unterstützt.
Baptiste soll sich in Marokko für einen Golftrip oder Junggesellenabschied aufgehalten haben. Seitdem habe er aber weder auf Nachrichten seiner Athleten noch auf Kontaktversuche des britischen Leichtathletikverbands (UK Athletics) reagiert.
Gegenüber „The Guardian“ lehnte UK Athletics eine Stellungnahme ab und berief sich auf Diskretion. Ein ehemaliger Profi-Kollege Baptistes sagt dagegen zur britischen Zeitung: „Meiner Erfahrung nach war er ein sehr ruhiger und vernünftiger Kerl. Niemand weiß, was passiert ist. Das ist sehr beunruhigend.“
Als aktiver Sprinter gewann Baptiste bei den Commonwealth-Spielen 2010 im indischen Delhi über die 200 Meter und mit der 100-Meter-Staffel Gold. Drei Jahre später musste er seine Karriere jedoch aufgrund von anhaltenden Problemen nach einer Knieoperation im Alter von 28 Jahren beenden. Anschließend wechselte er ins Trainergeschäft.
In einer Mitteilung sagte Baptiste damals: „Mein Körper hat sich nie vollständig von meiner Knieoperation erholt. Es ist an der Zeit, meinen Fokus auf andere Dinge zu richten. Die Entscheidung, als Sportler zurückzutreten, fällt nie leicht, aber im Grunde wurde diese Entscheidung für mich getroffen.“
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