Wirbel nach Rekordspenden für Farages Reform-UK-Partei
Geld von Kryptomilliardären Rekordspenden für Farages Reform UK sorgen für Wirbel Stand: 14.09.2026 • 20:19 Uhr
Obwohl gegen Parteichef Nigel Farage noch Ermittlungen wegen möglicherweise illegaler Großspenden laufen, sammelt seine Reform-UK-Partei weiter enorme Spenden: Von zwei umstrittenen Krypto-Unternehmen gab es nun mehr als 80 Millionen Euro.
Es ist eine Rekordspende für die rechtspopulistische Reform UK: 72 Millionen Pfund (84 Millionen Euro), gespendet von den Kryptomilliardären Ben Delo und Christoph Harborne. Damit hat die Partei an zwei Tagen so viel Spendengeld eingefahren wie die gesamten restlichen britischen Parteien im vergangenen Jahr nicht.
Robert Jenrick, Abgeordneter von Reform UK, sieht seine Partei damit im Aufwind: "Das ist ein riesiger Vertrauensbeweis für Reform UK, ein echter Durchbruch - jetzt sind wir kampfbereit, sollte Andy Burnham eine Wahl ansetzen."
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So einfach, wie Jenrick es darstellt, ist die Sache allerdings nicht. Die Millionenspende für Reform UK hat die Debatten der vergangenen Monate rund um die Partei wieder angefacht: Parteichef Nigel Farage muss sich bei einem parlamentarischen Untersuchungsausschuss wegen einer Spende von fünf Millionen Pfund verantworten, weil er die Summe nicht angemeldet hatte.
Eine Investigativrecherche hat zudem aufgedeckt, dass Parteimitglieder von Reform UK versucht haben sollen, Großspender aus dem Ausland zu werben - obwohl das in Großbritannien verboten ist. Und nun die Spenden von zwei Kryptomilliardären, die zwar britische Staatsbürger sind, aber bis vor Kurzem im Ausland gelebt und dort auch Steuern gezahlt haben. Sollten sie solche Summen spenden dürfen?
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Wenn es nach einem Gesetzesentwurf geht, der aktuell vom britischen Ober- und Unterhaus diskutiert wird, dann lautet die Antwort: nein. Mit den Neuregelungen sollen Spenden und damit der Einfluss der Spender stärker reguliert werden.
Die Grundlagen für den Entwurf hatte der Verwaltungsbeamte Philip Rycroft im März vorgelegt. Er erklärt im Interview mit der BBC: "Das Gesetz wird eine Deckelung für britische Spender, die im Ausland leben, beinhalten. Aber es wird Richtlinien geben, dass sie, wenn sie zurück nach Großbritannien ziehen, schon eine gewisse Zeit hier gewohnt haben müssen, um höhere Summen zu spenden - wahrscheinlich ein komplettes Kalenderjahr."
Mehr als 100.000 Pfund sollen britische Staatsbürger, die im Ausland leben, nicht spenden dürfen. Wenn das Gesetz durchgeht, soll es rückwirkend ab März 2026 gelten. Das könnte die Rekordspende für Reform UK gefährden.
Parteivize Richard Tice sieht darin eine Kampagne gegen Reform: "Wir haben im Einklang mit den geltenden Gesetzen gehandelt.
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