Peinliche Panne in London - Briten-Premier schrieb mit falscher Trump-Vertrauter
London – Der neue britische Premierminister Andy Burnham ist offenbar auf einen Hochstapler hereingefallen. Nach Informationen von POLITICO (gehört wie BILD zu Axel Springer) tauschte Burnham Nachrichten mit jemandem aus, der sich als Susie Wiles (69) ausgab, die Stabschefin von US-Präsident Donald Trump (80).
Dem Bericht zufolge bemerkte Burnham erst später, dass der Kontakt nicht echt war. Aus dem Umfeld der britischen Regierung heißt es, nach seinem Einzug in die Downing Street seien lediglich „einige Nachrichten“ ausgetauscht worden. Diese seien jedoch „ohne Bedeutung“ gewesen.
Der Vorfall sorgte dennoch für Alarm. Demnach schaltete die britische Botschaft in Washington sogar das Weiße Haus ein. Zeitweise bestand die Sorge, das Handy von Trumps Stabschefin Wiles könnte gehackt worden sein.
Ganz aus der Luft gegriffen war die Befürchtung nicht. Bereits 2025 hatten das Weiße Haus und das FBI Ermittlungen aufgenommen, nachdem Senatoren, Gouverneure und Wirtschaftsführer Anrufe und Nachrichten von einer Person erhalten hatten, die sich als Susie Wiles ausgab. Das US-Magazin „Wall Street Journal“ berichtete damals unter Berufung auf Wiles, dass Kontaktdaten aus ihrem Mobiltelefon gestohlen worden seien. Was genau zwischen Burnham und dem falschen Wiles-Kontakt besprochen wurde, ist bislang unklar.
Burnham ist nicht der Erste, der auf einen Polit-Hochstapler hereinfällt. Immer wieder narren Fake-Anrufer sogar Staats- und Regierungschefs. Erst 2025 wurde der heutige Außenminister Johann Wadephul (63, CDU) Opfer eines Fake-Anrufs. Die russischen Komiker „Wowan und Lexus“ täuschten laut „RND“ ein Gespräch auf höchster diplomatischer Ebene vor. Wadephul sprach mehrere Minuten mit den Betrügern, bevor der Schwindel aufflog. Selbst Angela Merkel (72) blieb nicht verschont. Die russischen Polit-Clowns rühmen sich seit Jahren damit, westliche Spitzenpolitiker hinters Licht zu führen. Die Ex-Kanzlerin gehört nach ihren Angaben zu den prominentesten Zielen.
Franziska Giffey (48) glaubte 2022 (damals Regierende Bürgermeisterin von Berlin), mit Kiews Bürgermeister Vitali Klitschko (55) zu sprechen. Erst während des Gesprächs kamen Zweifel auf, später stellte sich heraus: Es war ein Betrüger.
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