Geldnot in Bayern: Bayerns Kommunen stecken erneut tief in den roten Zahlen
Auch im ersten Halbjahr 2026 haben Bayerns Städte und Gemeinden wieder ein Milliardendefizit angehäuft.
Das Problem ist bekannt und dürfte die Verhandlungen zum Finanzausgleich massiv erschweren.
Im ersten Halbjahr 2026 haben Bayerns Kommunen erneut ein milliardenschweres Finanzierungsdefizit angehäuft.
Konkret beläuft sich das Haushaltsloch auf 4,05 Milliarden Euro.
Dies geht aus der Antwort der Staatsregierung auf eine Anfrage der Landtags-Grünen hervor, welche der Deutschen Presse-Agentur in München vorliegt.
Den Zahlen zufolge lag das Minus damit nach den ersten sechs Monaten 2026 annähernd auf dem Niveau des Vorjahreszeitraums (4,55 Milliarden Euro) und nahe am Minus des gesamten Vorjahres von 4,68 Milliarden Euro.
Ausgaben steigen stärker als Einnahmen Auffällig ist dabei, dass die roten Zahlen trotz steigender Steuereinnahmen nicht verhindert wurden, weil die laufenden Ausgaben noch stärker angewachsen sind.
Laut Kassenstatistik kletterten die kommunalen Steuereinnahmen um 2,9 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum auf rund 11,1 Milliarden Euro.
Die Gesamtausgaben zum Halbjahr 2026 stiegen bereits auf rund 24,7 Milliarden Euro, was einem Zuwachs von 3,7 Prozent entspricht. „Wieder vier Milliarden Euro Minus in nur einem halben Jahr - das ist ein gewaltiges Warnsignal“, sagte Claudia Köhler, haushaltspolitische Sprecherin der Landtags-Grünen.
Die Landkreise, Bezirke, Städte und Gemeinden hielten Bayern am Laufen, in dem sie Schulen bauten, Straßen sanierten und Kitaplätze schafften. „Doch immer mehr Kommunen müssen jeden Euro dreimal umdrehen.
Wenn sie ihre Investitionen zusammenstreichen müssen, trifft das auch Handwerksbetriebe, Bauunternehmen und Arbeitsplätze in der Region.“ Lage bei kreisfreien Städten besonders dramatisch Besonders angespannt ist die Lage laut der Antwort der Staatsregierung bei den kreisfreien Städten: 16 von 25 Städten haben Schwierigkeiten, aus ihrem laufenden Haushalt ausreichend Geld für ihre Kredittilgungen bereitzustellen.
Erkennbar wurde dies, als die Städte Augsburg und Nürnberg Haushaltssperren erlassen hatten.
Auch viele kleinere Gemeinden stehen demzufolge finanziell unter Druck.
Bei den Landkreisen ist die Lage noch stabiler. „In Augsburg erleben wir gerade, was diese Zahlen im Alltag bedeuten: Die Stadt zieht die Haushaltsbremse, wichtige Projekte geraten unter Druck.
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