Elbvertiefung: Der tägliche Newsletter aus Hamburg: Hamburg-Nostalgie: Haben Sie davon noch ein Foto?
Ursprünglich bin ich Betriebswirtin und habe auch in dem Bereich gearbeitet. Doch ich habe mich recht schnell entschlossen, angewandte Kulturwissenschaften in Lüneburg zu studieren. Der Zufall hat mich anschließend zur Elbvertiefung gebracht – doch es ist ein glücklicher, denn hier im Hamburg-Ressort komme ich zu meinen Wurzeln zurück. Ich bin in dieser Stadt, genauer gesagt in Harburg , geboren und aufgewachsen.
Seit meiner Kindheit – ich bin in den 1970ern geboren – hat sich Hamburg sehr verändert. Erinnern Sie sich etwa noch an den City-Hof, diesen grauen, vierteiligen Hochhauskomplex, der auf der linken Seite zu sehen war, wenn man im Zug in den Hauptbahnhof einfuhr? In den 1970ern wurde die weiße Keramikfassade grau eingekleidet, inzwischen gibt es den City-Hof gar nicht mehr ( wir berichteten ), dafür inzwischen eine S-Bahnlinie über die Elbe in den Süden. Ich erinnere mich, dass ich vor der Einführung der S3 mit meinen Eltern noch mit der Regionalbahn von Harburg aus »rüber in die Stadt« fahren musste.
Von der Lombardsbrücke aus betrachtet sah die Skyline mit dem Rathaus auch anders aus; es stand einmal ein Hochhaus am Großen Burstah, dessen Logo nachts einen blauen Punkt an den Himmel warf . Beim Streit’s Haus am Jungfernstieg erinnert heute nur noch der Name an das Filmtheater, das dort war. Das sind nur eine Handvoll Beispiele dafür, wie sich die Stadt verändert hat. Ich ahne schon, wie es so manchen von Ihnen in den Fingern juckt, die Liste zu ergänzen.
Ganz unten finden Sie eines von mir: ein Schiff an den Landungsbrücken. Mit dieser Fähre bin ich 1989 nach England zu einem Schüleraustausch gefahren. Wenn Sie genau hinschauen, sehen Sie mich winken. Leider gibt es diese Fährverbindung nicht mehr.
PS: Auch diesen Monat wollen wir wieder Ihre Stimmen einsammeln: Was nervt Sie gerade in unserer Stadt? Und natürlich auch: Was macht Sie glücklich? Wir freuen uns auf ein bis zwei Sätze bis Mittwoch, 12 Uhr an [email protected] , Betreff: »Ach, Hamburg!«. Eine Auswahl drucken wir kommende Woche Donnerstag in der Printausgabe der ZEIT.
PPS: Herzlichen Dank an alle von Ihnen, die uns als Reaktion auf die Elbvertiefung von gestern Buch-, Film- und Plattenläden empfohlen haben, die zwar nicht an der Grindelallee liegen, dafür aber in fußläufiger Distanz, etwa in der Bogenstraße, im Eppendorfer Weg, in der Gärtner-, Hartung- und Rentzelstraße, im Straßenbahnring. Wir sind beruhigt: Intelligentes Leben ist weiterhin möglich!
Wollen Sie uns Ihre Meinung sagen, oder wissen Sie etwas, über das wir berichten sollten? Dann schreiben Sie uns eine E-Mail an [email protected] .
Die Gewerkschaft Ver.di hat gestern zu 24-stündigen Warnstreiks an sechs deutschen Seehäfen aufgerufen. Auch der Hamburger Hafen ist davon betroffen. Hintergrund sind laufende Tarifverhandlungen. Ver.di fordert 8,2 Prozent mehr Lohn für die rund 11.000 Beschäftigten.
Fast jedes vierte Kind im Kita-Alter hat Probleme mit der Sprache oder dem Sprechen. Das geht aus dem Kinderatlas der Krankenkasse Barmer hervor.
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