Mieten-Zoff bei Maischberger - Expertin nimmt Linke-Chefin auseinander
Autsch, das tat weh! Linke-Chefin Ines Schwerdtner (36) wurde bei Sandra Maischberger (59) von Ökonomie-Professorin Monika Schnitzer komplett auseinandergenommen. Dabei ging es vor allem um Schwerdtners Behauptung, die Enteignung von Wohnungen etwa aus dem Bestand großer Unternehmen wie Vonovia sei zum Nulltarif möglich. Schwerdtner über die Kosten: „Es gibt verschiedene Schätzungen. Es könnte ein symbolischer Euro sein.“
Massiver Widerspruch! Schnitzer klipp und klar: „Mit einem Euro wird es nicht getan sein. Eine Enteignung wird man ganz sicher gerichtlich nicht durchhalten können. Man muss entschädigen. Wir reden über hohe Milliardenbeträge. Ich würde eher von zweistelligen Milliardenbeträgen ausgehen.“ Das aber, so die Wirtschaftsweise, sei „ein Betrag, den man genauso gut verwenden könnte, um andere Wohnungen neu zu bauen“.
Ihre Kritik an dem Volksentscheid, den Linke und Grüne weiter durchsetzen wollen: „Bei dieser Befragung hat man den Menschen ja nicht gesagt: Wenn ihr enteignen wollt, müssen wir dafür dieses und jenes streichen und diese und jene Einnahmen, also Steuern, neu erheben. Man hat die Menschen nicht vor diese Alternative gestellt, sondern einfach nur gesagt: Hättet ihr gern billige Mieten? Den Menschen ist dabei überhaupt nicht klar gewesen, worauf sie verzichten müssen, wenn so viel Geld jetzt für diese Wohnungskäufe aufgewendet wird.“
Auf Schwerdners Behauptung bei Maischberger , der Kauf finanziere sich durch die Mieten praktisch von selbst, entgegnete die Ökonomin energisch: „Das wird natürlich nicht funktionieren, denn es soll ja erklärtes Ziel sein, die Mieten dann sehr stark zu deckeln. Und das bedeutet: So hoch werden die Einnahmen dann nicht sein. Wenn die Einnahmen so hoch wären, wäre ja sehr viel mehr gebaut worden. Und das passiert ja gerade nicht.“
„Wir sollten mehr in den sozialen Wohnungsbau investieren“, forderte Schnitzer zum Schluss, „denn es geht ja gerade um die Menschen, die es schwer haben, eine Wohnung zu finden.“ Den Bestand jetzt zu schützen bedeute nur: „Die schon eine Wohnung haben, die sind fein raus, wer neu dazukommt, hat deswegen noch keine Wohnung.“ Dafür gab es kräftig Applaus. Schwerdtner am Ende kleinlaut: „Wir sind ja auch für sozialen Wohnungsbau...“
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