Dynamo im Derby unter Druck - Coach Stamm warnt vor Nagativ-Gedanken
Dynamo Dresden gegen den 1. FC Magdeburg – beim 78. Elb-Clasico ist am Sonntag (13.30 Uhr) ordentlich Druck auf dem Kessel!
Die Gastgeber wollen und müssen vor über 31.000 Zuschauern im seit Wochen ausverkauften Harbig-Stadion nach einer bisher äußerst mageren Saison mit nur einem Sieg endlich die Trendwende schaffen. „Gerade Derbys können dazu führen, das Momentum auf unsere Seite zu holen“, hofft Trainer Thomas Stamm (43). „Solche Spiele sind nicht nur für die Fans was Besonderes. Sondern auch für Spieler, Trainer und den gesamten Staff. Weil da viele Emotionen drin sind.“
Wie kann man die aktuell formstarken Magdeburger knacken? Stamms Plan: „Mit Ball so clever und klar sein, dass wir ihre Mann-gegen-Mann-Struktur überspielen. Und ihnen defensiv die Lust am Spiel nehmen.“ Zumindest auf den Torwart legt sich der Schweizer dabei schon fest: „Lennart Grill wird wieder spielen.“
Fakt ist: Sollte auch der Ost-Kracher in die Hosen gehen, könnte die Stimmung im Dynamoland endgültig kippen. Dann würde auch die Trainerdiskussion Fahrt aufnehmen. „Wenn du dich vorher mit solchen Dingen beschäftigst, ist es nie erfolgreich“, lässt Stamm keine Negativ-Gedanken zu. „Es geht um Überzeugung und positive Gedanken. Wir haben in einem emotionalen Verein den schönsten Job, den man sich vorstellen kann.“
Deshalb – so versichert der Chefcoach zumindest – spüre er jetzt auch keinen besonderen Druck. „Es ist so wie immer bei Dynamo. Das war auch im Aufstiegsjahr so. Ich empfinde das nicht als Unruhe, sondern als Herausforderung. Gewinnst du drei Spiele, ist alles euphorisch. Und wenn nicht, ist es genau andersrum.“
Wobei Dynamo Dresden inzwischen seit fünf Spielen auf einen Sieg wartet und die Formkurve zuletzt nicht gerade nach oben zeigte. „Gerade wenn es nicht läuft, setze ich mir gerne den Hut auf“, stellt Stamm klar. Ändert nichts daran, dass sein Team jetzt dringend Erfolgserlebnisse braucht. Andernfalls muss der Trainer in der Regel irgendwann seinen Hut nehmen...
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