Frauen machen häufiger höhere Schulabschlüsse als Männer
Frauen schließen die Schule häufiger mit einem höheren Abschluss ab als Männer.
2024 machten rund 258.300 Menschen an allgemeinbildenden Schulen ihr Abitur, wovon 55 Prozent Frauen waren, wie das Statistische Bundesamt am Donnerstag in Wiesbaden mitteilte.
Je geringer der formale Schulabschluss ist, desto stärker kehrt sich das Geschlechterverhältnis um.
Von den 133.100 Absolvierenden des ersten Schulabschlusses nach der neunten Klasse waren 59 Prozent Männer .
Einen mittleren Schulabschluss nach der zehnten Klasse machten 344.200 Absolvierende allgemeinbildender Schulen.
Davon waren 51 Prozent Männer.
Bei den Sitzenbleibern zeigen sich ebenfalls Unterschiede.
Im Schuljahr 2024/2025 wiederholten 148.100 Schülerinnen und Schüler eine Klassenstufe.
Davon waren 56 Prozent männlich.
Junge Männer tendieren eher dazu, vergleichsweise früh von der Schule abzugehen und anschließend keine Aus- oder Weiterbildung zu machen.
2025 hatten 15 Prozent der Männer zwischen 18 und 24 Jahren ohne abgeschlossene Berufsausbildung maximal einen ersten oder mittleren Schulabschluss und waren nicht in Aus- oder Weiterbildung.
Auf Frauen in der selben Altersgruppe traf das nur zu elf Prozent zu.
Der Unterschied zwischen den Geschlechtern wuchs in den vergangenen Jahren.
Zehn Jahre zuvor hatte der Anteil unter Frauen und Männern noch bei je zehn Prozent gelegen.
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