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Verdächtiger ermittelt: Antisemitischer Anschlag von vor über 56 Jahren aufgeklärt

Stern ·
Verdächtiger ermittelt: Antisemitischer Anschlag von vor über 56 Jahren aufgeklärt

1970 starben bei einem Brandanschlag auf ein jüdisches Altenheim sieben Menschen.

Immer wieder wurde seitdem ermittelt.

Nun legen sich die Behörden auf einen Verdächtigen fest.

Mehr als 56 Jahre nach einem Brandanschlag auf ein jüdisches Seniorenheim in München mit sieben Toten ist die Generalstaatsanwaltschaft von einem rechtsextremen Einzeltäter überzeugt.

Die Indizien sprächen deutlich dafür, dass ein mittlerweile verstorbener Mann das Feuer in dem jüdischen Gemeindehaus in der Reichenbachstraße gelegt habe, teilte die Behörde in München mit.

Es gebe keine Anhaltspunkte für eine Beteiligung weiterer Personen.

Die Generalstaatsanwaltschaft München hatte die Ermittlungen gegen Unbekannt im April 2025 wieder aufgenommen.

Eine Zeugin habe glaubhafte Angaben zum Tatverdächtigen gemacht, so die Behörde.

Da der Mann nicht mehr lebt, wurde das Ermittlungsverfahren eingestellt.

Es gelte zudem die postmortale Unschuldsvermutung.

Abschließende Bewertung des Anschlags nicht möglich Bei den Ermittlungen ging es laut Generalstaatsanwaltschaft um mögliche weitere Beteiligte des Anschlags.

Diesen Verdacht konnten die Ermittler aber nicht bestätigen.

Stattdessen verdichteten sich die Hinweise auf den damals 25-jährigen Einzeltäter, der als rechtsextrem und antisemitisch bekannt war.

Zeugen hätten ihn als Antisemiten mit "Hitler-Tick" beschrieben.

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