US-Präsident: Donald Trump pausiert Zölle gegen Kanada – im Gegenzug will er eine Öl-Pipeline
US-Präsident Donald Trump hat im Handelsstreit mit Kanada neue Zusatzzölle in Höhe von 50 Prozent angekündigt.
Erst kurz vorher gibt es einen Aufschub – unter einer Bedingung.
US-Präsident Donald Trump hat seine Pläne auf Eis gelegt, neue Zölle auf kanadische Produkte zu verhängen – kurz vor dem Inkrafttreten.
Die Erhebung der Importgebühren solle um drei Tage ausgesetzt werden, damit beide Seiten einen Deal für das Öl-Pipeline-Projekt Keystone XL abschließen könnten, teilte er auf seiner Plattform Truth Social mit.
Trump wollte ursprünglich ab diesem Mittwoch (Ortszeit) einen Zoll von 50 Prozent auf eine lange Liste kanadischer Produkte erheben.
Unterhändler beider Länder hatten laut Berichten bis zum letzten Moment verhandelt.
Kanadas Premierminister Mark Carney hatte am Montag angekündigt, auf jedes Szenario vorbereitet zu sein, und aus einer „Position der Stärke“ zu verhandeln.
Nach Bekanntwerden von Trumps Aufschub teilte Carney mit: „Es wurden bereits bedeutende Fortschritte erzielt, auch wenn noch wesentliche Arbeit zu erledigen ist.“ Bei Keystone XL handelt es sich um ein von Trumps demokratischem Amtsvorgänger Joe Biden blockiertes Öl- Pipeline -Projekt.
Schon länger hegt der Republikaner Trump den Wunsch, trotz Bedenken von Umweltschützern das Projekt wiederzubeleben.
Donald Trump möchte Projekt Keystone XL fortsetzen Bei dem eigentlich schon vor Jahren ad acta gelegten Projekt ging es um die 1900 Kilometer lange Erweiterung der 2010 in Betrieb genommenen Keystone Pipeline, die von der kanadischen Provinz Alberta in die USA führt.
Durch die Röhre sollte aus Teersand gewonnenes Öl bis zur Küste am Golf von Mexiko gepumpt werden.
Doch Umweltschützer, die auf die Gefahr klimaschädlicher Treibhausgase und befürchteter Lecks verwiesen, hatten mit ihrem jahrelangen Protest gegen die Ölindustrie Erfolg: Obwohl ein Teil der Pipeline im Süden bereits existiert, bliesen die Betreiber und die Regierung von Alberta das XL -Projekt im Juni 2021 ab.
Damit endete ein langer und zäher Konflikt, der auch Gerichte und Politiker in den USA und Kanada intensiv beschäftigte.
Die Entscheidung des Unternehmens und der kanadischen Provinz kam damals wenig überraschend.
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