Musiker: Was hinter Helge Schneiders Beinahe-Konzert-Abbruch steckt
Ein Auftritt von Helge Schneider auf der Landesgartenschau in Ellwangen verlief anders als geplant.
Es kam zu Rufen aus dem Publikum.
Probleme mit der Tontechnik haben nach Angaben der Landesgartenschau in Ellwangen zur Unterbrechung des Auftritts von Helge Schneider geführt.
An der Schnittstelle zwischen der eigenen Technik und der des Musikers habe es gehakt, sagte LGS-Geschäftsführer Stefan Powolny der „Schwäbischen Zeitung“.
Beim Soundcheck sei noch alles gut gelaufen - vor mehreren Tausend Menschen habe die Lautstärke dann nicht ausgereicht. „Wir haben dann recht schnell gemerkt, dass wir damit nicht gegen 7.000 Menschen in Festzeltstimmung ankommen, dafür ist Helge Schneiders Kunst nicht gemacht“, so der Geschäftsführer weiter.
Die Technik der Landesgartenschau habe das Signal von Schneiders eigener Abmischung nur auf einem Kanal erhalten.
Ein einfaches Aufdrehen der Lautstärke sei keine Lösung gewesen, weil es zu Rückkopplungen mit anderen Anlagen gekommen sei.
Eine kurzfristige technische Lösung sei deshalb nicht möglich gewesen.
Schneider und seine Band hätten dafür aufwendig neu verkabelt werden müssen, erklärte Powolny.
Für künftige Veranstaltungen wolle die Landesgartenschau bei Künstlern, die ihren Ton selbst abmischen wollen, einen noch gründlicheren Soundcheck machen.
Der 70-jährige Musiker hatte seinen Auftritt am vergangenen Donnerstag zunächst nach rund 20 Minuten abgebrochen. „Eigentlich möchte ich jetzt weiterfahren und auf die Gage verzichten.
Ich habe keine Lust mehr“, sagte er Medienberichten zufolge.
Zuvor soll es aus dem Publikum „Lauter!“-Rufe gegeben haben.
Keine Star-Allüren, sagt der Veranstalter Powolny ging daraufhin selbst auf die Bühne und erklärte dem Publikum, dass Schneider wegen der technischen Probleme nicht in den „Flow“ komme.
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