Gestrandeter Buckelwal: Backhaus verteidigt Duldung der Wal-Initiative trotz Ärgers
Die Bergung des Buckelwals an der Ostseeküste im Frühjahr sorgte für Diskussionen.
In einer Ausschuss-Sitzung spricht der Umweltminister jetzt über die Duldung und nicht eingehaltene Abmachungen.
Fast vier Monate nach der Bergung des vor der Ostseeküste gestrandeten Buckelwals hat Mecklenburg-Vorpommerns Umweltminister Till Backhaus (SPD) sein damaliges Vorgehen gerechtfertigt.
Er habe in dieser Sache „ein ganz reines Gewissen“ und sei immer transparent gewesen, sagte er in einer Sondersitzung des Agrarausschusses des Landtags am Mittwoch.
Ob er aus heutiger Sicht noch einmal „als Minister mit dieser Initiative einen solchen Versuch unternehmen“ würde, diese Frage beantwortete Backhaus aber mit „Nein“.
Grund dafür sei unter anderem, dass die private Initiative, dessen Rettungsaktion sein Ministerium geduldet hatte, sich nicht an alle Abmachungen gehalten habe.
Drei Stunden lang stellte sich Backhaus den Fragen der Ausschussmitglieder.
Die Sitzung hatte, anders als ursprünglich geplant, öffentlich stattgefunden.
Das beschloss der Ausschuss zu Beginn der Sitzung.
Er habe nichts zu verbergen, sagte Backhaus bei seiner Ankunft vor dem Sitzungsraum.
Hintergrund der Sitzung war ein Antrag der CDU -Landtagsfraktion.
Umstrittene Rettungsaktion Der Buckelwal war im Frühjahr mehrfach an der Küste in Schleswig-Holstein und Mecklenburg-Vorpommern gestrandet.
Entgegen der Einschätzung von Fachleuten hatte Backhaus Mitte April überraschend grünes Licht für den Transportversuch einer privaten Initiative gegeben, die den Wal retten wollte.
Das Tier wurde in einer spektakulären, aber umstrittenen Aktion mit einer Art Lastkahn in die Nordsee transportiert und dort freigelassen.
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