Oslo: Südafrikanerin Navanethem Pillay erhält Friedensnobelpreis
Das verkündete die norwegische Nobeljury an diesem Freitag in Oslo. Verfolgen Sie die Bekanntgabe hier im Livestream.
Die südafrikanische Juristin Navanethem „Navi“ Pillay erhält den diesjährigen Friedensnobelpreis . Das gab die norwegische Nobeljury an diesem Freitag bekannt. Die Entscheidung gilt als Überraschung. Sie galt nicht als Favoritin.
Im vergangenen Jahr war der Preis an die venezolanische Oppositionsführerin María Corina Machado gegangen. Diese widmete ihre Auszeichnung allerdings US-Präsident Donald Trump und schenkte ihm ihre Medaille. Offiziell weitergeben kann Machado den Preis laut Nobel-Regeln aber nicht. Trump hatte sich immer wieder selbst für den Preis ins Spiel gebracht.
Dotiert ist der Friedensnobelpreis in diesem Jahr mit zwölf Millionen schwedischen Kronen und damit einer Million Kronen mehr als im Vorjahr. Umgerechnet entspricht das etwas mehr als einer Million Euro. Seit Montag sind bereits Nobelpreisträger in den Kategorien Medizin, Physik, Chemie und Literatur verkündet worden. Unter den drei Medizin-Preisträgern sind mit Peter Hegemann und Georg Nagel zwei deutsche Forscher. Die prestigeträchtige Auszeichnung für Literatur ging in diesem Jahr an die Kanadierin Anne Carson.
Am Montag folgt der Preis der Schwedischen Reichsbank für Wirtschaftswissenschaften in Gedenken an Alfred Nobel. Offiziell ist die Auszeichnung kein Nobelpreis , weil sie nicht auf das Testament des schwedischen Industriellen und Dynamit-Erfinders Alfred Nobel (1833–1896) zurückgeht. Sie wird aber traditionell nach den Nobelpreisen vergeben.
Überreicht werden alle Preise am 10. Dezember, dem Todestag des Preisstifters. Als einzige der Auszeichnungen wird der Friedensnobelpreis nicht in Stockholm, sondern seit der ersten Vergabe der Nobelpreise 1901 in der norwegischen Hauptstadt Oslo verliehen.
Debatte : Warum bekam Adenauer nie den Friedensnobelpreis? Der erste Kanzler der Bundesrepublik wurde mehrfach für die Auszeichnung nominiert – aber ging jedes Mal leer aus. Ein bislang wenig beachtetes Dokument zeichnet ein überraschend ambivalentes Bild des Politikers.
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