Harvey Weinstein: Verurteilung zu 15 Jahren Haft
Urteil gegen Harvey Weinstein: Ein New Yorker Gericht hat den ehemaligen Filmmogul zu 15 Jahren Haft verurteilt.
Harvey Weinstein muss für 15 Jahre ins Gefängnis.
Richter Curtis Farber verkündete das Strafmaß am Mittwoch in New York, wie mehrere Medien übereinstimmend berichten.
Der frühere Hollywood-Produzent war 2025 erneut schuldig gesprochen worden, im Jahr 2006 die damalige Produktionsassistentin Miriam Haley in seiner Wohnung in Manhattan zu Oralsex gezwungen zu haben.
Weinstein muss sich zudem als Sexualstraftäter registrieren lassen, nach der Haft folgen fünf Jahre unter Aufsicht.
Die Staatsanwaltschaft hatte 20 Jahre gefordert, die Verteidigung neun.
Weinsteins Anwälte verwiesen auf die schlechte Gesundheit des 74-Jährigen: Eine längere Strafe mache es wahrscheinlicher, dass er im Gefängnis sterbe.
Das Delikt kann mit bis zu 25 Jahren Haft bestraft werden. „Das buchstäbliche Gesicht der #MeToo-Bewegung“ Farber fand bei der Urteilsverkündung klare Worte. „Sie werden für die vielen Filme in Erinnerung bleiben, die Sie auf die Kinoleinwand gebracht haben“, sagte er laut US-Medienberichten.
Das verblasse jedoch neben dem, was aus Weinstein geworden sei: „ein Sexualstraftäter, das buchstäbliche Gesicht der #MeToo-Bewegung“.
Auch die fehlende Reue des Verurteilten sei in das Strafmaß eingeflossen.
Genau darauf hatte Staatsanwältin Nicole Blumberg gepocht. „Der Angeklagte verdient keinen Tag weniger als seine ursprüngliche Strafe“, sagte sie.
Obwohl er zweimal schuldig gesprochen worden sei, habe er „nie auch nur einen Funken Reue gezeigt“.
Stattdessen betreibe er öffentlich Victim Blaming.
Laut „Variety“ bezog sie sich dabei auf Weinsteins Podcast-Interview mit Candace Owens aus dem Jahr 2025.
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