Landgericht Münster: Illegal nach Russland exportiert – Brüder verurteilt
Mit Briefkastenfirmen umgingen zwei Männer EU-Sanktionen und schickten Waren nach Russland.
Jetzt wurden sie in Münster zu mehrjährigen Haftstrafen verurteilt.
Wegen Verstößen gegen die Sanktionen der Europäischen Union hat das Landgericht Münster zwei Männer aus Oelde zu Haftstrafen verurteilt.
Die Brüder hatten Waren nach Russland ausgeführt und müssen deshalb jetzt in 37 Fällen voraussichtlich in Haft.
Den jüngeren der beiden (34) verurteilte das Gericht zu einer Haftstrafe von vier Jahren und einem Monat, der Ältere (39) soll für drei Jahre und zehn Monate ins Gefängnis, wie eine Gerichtssprecherin der Deutschen Presse-Agentur mitteilte.
Das Urteil fiel bereits am 24.
August und ist Teil einer Verständigung.
Es ist noch nicht rechtskräftig.
Verteidigung und Staatsanwaltschaft können Revision beim Bundesgerichtshof in Karlsruhe einlegen.
Die Männer hatten umfassend und sogar über die Anklage hinaus Geständnisse abgelegt, was das Gericht bei den Urteilen zugunsten der Männer auslegte und im vereinbarten unteren Strafrahmen blieb.
Das Verfahren konnte so erheblich verkürzt werden.
Angeklagt waren bandenmäßige Verstöße gegen das Außenwirtschaftsgesetz.
Die Männer haben nach Überzeugung des Landgerichts als Geschäftsführer einer Firma nach dem russischen Angriffskrieg auf die Ukraine Sanktionen der EU umgangen.
Dabei ging es um den Export von Maschinenbauteilen über Briefkastenfirmen in der Türkei und Kirgistan in den Jahren 2023 und 2024.
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