Steigenden Preise waren die größte Sorge - Was die Wahl in Sachsen-Anhalt entschied
Berlin – Vor allem der Blick ins eigene Portemonnaie hat die Landtagswahl in Sachsen-Anhalt entschieden. Die größte Rolle bei der Wahlentscheidung spielte die Frage der sozialen Sicherheit – für jeden Vierten DAS Thema. Ganz konkret bereiteten steigende Preise sieben von zehn Wählern die größten Sorgen. Das zeigt die Infratest-Analyse der ARD am Wahltag.
Neben den 25 Prozent für soziale Sicherheit landete auf dem zweiten Platz das Thema Frieden in Europa, das 17 Prozent am stärksten bewegte, also fast jeden Fünften. Erst dann folgt die Wirtschaft (15 Prozent) – Jobs und Arbeitsplätze waren dagegen für CDU-Spitzenkandidat Sven Schulze (47) das vorrangige Wahlkampf-Thema gewesen. Überraschend angesichts des starken AfD-Ergebnisses: Das Thema Zuwanderung rangierte nur bei 9 Prozent der Befragten vorn.
Inflation , steigende Preise von der Tankstelle über den Supermarkt bis zu Strom und Gas: 70 Prozent sorgen sich, dass sie ihre Rechnungen nicht mehr zahlen können. Jede Zweite fürchtet, dass der Lebensstandard nicht gehalten werden kann. Fast so stark ist allerdings die Sorge, dass mittlerweile „so viele fremde Menschen“ in Deutschland leben – das gaben 55 Prozent der Befragten an.
Demnächst kann die AfD wohl den Beweis antreten, ob sie die in sie gesetzten Hoffnungen in einer Regierung erfüllen kann. Grundsätzlich glauben 35 Prozent der Befragten (+26 im Vergleich zu 2021), dass sie die wichtigsten Aufgaben in Sachsen-Anhalt löst.
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