»In die Schweiz« von Emma Cline: Mit kalter Klinge
Wenn es schon auf den ersten Seiten scheint, als könne alles nicht mehr schlimmer kommen, es aber allmählich noch beklemmender wird und man sich bis zum Schluss nicht losreißen kann von diesem niederschmetternden Buch, dann handelt es sich höchstwahrscheinlich um einen Roman von Emma Cline.
Und in einer Disziplin ist diese Schriftstellerin die unangefochtene Großmeisterin: Sie eröffnet ihren Figuren, obwohl sie ja schon in Sackgassen stecken, immer neue, weitverzweigte Ausweglosigkeiten und hält sie dadurch permanent in Bewegung.
Durch die Augen dieser Figuren bohrt sich auch der Blick des Lesers in die Abgründe einer mit kalter Klinge sezierten Realität.
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