Soziales: Frauenhäuser: Warten auf neue Schutzeinrichtungen
Frauen, die vor Gewalt in der Partnerschaft fliehen, können sich an Schutzeinrichtungen wenden.
Doch noch gibt es kein flächendeckendes Angebot.
In diesem Jahr sind in Thüringen bisher keine neuen Schutzwohnungen für Frauen und Kinder entstanden, die vor Gewalt flüchten.
Mit dem Jahresbeginn 2025 war die Zuständigkeit für Frauenhäuser von den Kommunen auf das Land übergegangen.
Geplant waren damals unter anderem rund 100 zusätzliche Betten sowie perspektivisch eine Einrichtung für Männer und queere Personen, die von häuslicher Gewalt betroffen sind.
Es laufe noch ein Verfahren zur Anerkennung der Träger, teilte das Sozialministerium auf Anfrage mit.
Sobald das Verfahren abgeschlossen sei, könnten sich die Organisationen in den Landkreisen um die sogenannte Trägeranerkennung bewerben.
16 Einrichtungen im Land Nach Angaben des Ministeriums gab es 2024 genau 171 Betten, seitdem seien 30 weitere Betten hinzugekommen.
Insgesamt gibt es demnach im Freistaat momentan 16 Frauenhäuser und Schutzwohnungen.
Einige Landkreise verfügten über keinerlei Schutzeinrichtungen .
Nach Angaben des Vereins Frauenhauskoordinierung sind jedoch genau dort Kapazitäten nötig. „Gebraucht werden Plätze vor allem dort, wo es heute noch keine eigene Einrichtung gibt und Betroffene mit ihren Kindern dann an andere Landkreise verwiesen werden - mit allen Folgen für ihren Alltag in Bezug auf Job, Schule, Kita und soziales Umfeld“, hieß es von einer Sprecherin.
Bislang keine Räumlichkeiten für queere Menschen oder Männer Sobald das Verfahren zur Trägeranerkennung abgeschlossen sei, könnten sich die Träger in den Landkreisen um eine Anerkennung bewerben, hieß es vom Sozialministerium.
Das soll noch in diesem Jahr der Fall sein.
Dann könnten über die Landesfinanzierung neue Plätze in denen Kreisen entstehen, in denen es bislang noch keine Einrichtungen gibt.
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