Neuer Einrichtungstrend mit Balance - Midimalismus - die goldene Mitte der Wohnstile
„Minimalismus“ und „Maximalismus“ gelten als Gegensätze in der Einrichtung. Der neue Trend „Midimalismus“ zeigt jedoch, dass beides zusammenpassen kann. Er verbindet Ordnung und Klarheit mit Persönlichkeit und ausgewählten Akzenten.
Um den Midimalismus zu verstehen, lohnt sich ein Blick auf seine Vorbilder. Der Minimalismus steht ganz unter dem Motto „Weniger ist mehr“. Wenige Möbel, klare Linien, neutrale Farben und ein aufgeräumtes Gesamtbild stehen dabei im Mittelpunkt. Der Maximalismus verfolgt dagegen den Ansatz „Mehr ist mehr“ und setzt auf kräftige Farben, Muster, unterschiedliche Materialien und individuelle Kombinationen.
Midimalismus sucht die Balance zwischen beiden Wohnstilen, erklärt myHOMEBOOK (gehört ebenfalls zu Axel Springer). Die Einrichtung bleibt übersichtlich und ruhig, soll aber gleichzeitig nicht kühl oder unpersönlich wirken. Statt möglichst viele oder möglichst wenige Dinge zu besitzen, geht es darum, bewusst auszuwählen. Persönliche Gegenstände, Farbakzente oder besondere Dekorationen sind ausdrücklich erlaubt, solange sie gezielt eingesetzt werden.
Grundlage des Trends ist das Ausmisten und Kuratieren. Möbel und Gegenstände sollten entweder praktisch sein oder einen persönlichen Wert haben. Unbenutzte Dinge können aussortiert werden. Statt vieler kleiner Accessoires setzt der Midimalismus auf einzelne Stücke mit besonderer Wirkung, etwa ein gerahmtes Foto, eine Keramikvase oder Erinnerungen von Reisen.
Typisch sind natürliche Materialien wie Massivholz, Naturstein, Wolle, Keramik oder Leder. Auch bei Mustern gilt, dass lieber weniger, dafür bewusst gesetzte Blickfänge eingesetzt werden. Für die Farbgestaltung eignet sich die 60-30-10-Regel . Dabei entfallen 60 Prozent auf eine Hauptfarbe, 30 Prozent auf eine ergänzende Farbe und 10 Prozent auf Akzente. Neutrale Töne wie Beige, Creme oder Grau schaffen Ruhe, während Farben wie Terrakotta, Olivgrün oder Dunkelblau dem Raum Charakter verleihen. So entsteht genau die Balance, die den Midimalismus ausmacht.
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