Jäger ohne Biss - Wie gefährlich ist der Riesenhai?
Der Riesenhai macht seinem Namen alle Ehre. Mit bis zu zwölf Metern Länge ist er der zweitgrößte Hai der Welt. Sein gewaltiges Maul wirkt zwar furchteinflößend, doch für Menschen ist der Meeresriese harmlos.
Der Riesenhai (Cetorhinus maximus) kann bis zu zwölf Meter lang und bis zu fünf Tonnen schwer werden. Die meisten Tiere erreichen zwar eher sechs bis acht Meter, wirken damit aber noch immer gigantisch. Größer ist nur der Walhai, berichtet PETBOOK (gehört ebenfalls zu Axel Springer). Trotz seiner beeindruckenden Maße gehört der Riesenhai nicht zu den gefährlichen Jägern der Meere.
Riesenhaie kommen in kühlen bis warm-gemäßigten Meeren der Nordhalbkugel vor, unter anderem vor Großbritannien, Norwegen, Nordamerika und Ostasien sowie im Mittelmeer. In der Ostsee sind sie selten. Gelegentlich werden sie laut der Deutschen Stiftung Meeresschutz im Kattegat und Skagerrak zwischen Nord- und Ostsee gesichtet.
Für Aufsehen sorgte kürzlich ein Fund in Dänemark: Dort wurde am 13. August 2026 ein knapp fünf Meter langer Riesenhai tot an die Küste gespült. Das junge Weibchen schien bis kurz vor seinem Tod gesund gewesen zu sein. Weder Verletzungen noch Hinweise auf Nahrungsmangel wurden festgestellt. Die Todesursache ist bislang ungeklärt.
Sein englischer Name „Basking Shark“ bedeutet so viel wie „sich sonnender Hai“ und verweist auf sein häufiges Auftauchen nahe der Wasseroberfläche. Dort jagt er jedoch keine große Beute. Stattdessen ernährt er sich von Plankton und kleinen Krebstieren.
Mit weit geöffnetem Maul filtert er Nahrung aus dem Wasser . Spezielle Strukturen in den Kiemen halten die Beute zurück, während das Wasser wieder ausströmt. So können Riesenhaie pro Stunde Millionen Liter Wasser filtern.
Riesenhaie werden mehr als 50 Jahre alt und legen während ihres Lebens enorme Strecken zurück. Sie durchqueren ganze Ozeane und wechseln sogar zwischen Nord- und Südhalbkugel. In tropischen Regionen tauchen sie zudem in kühlere Tiefen ab und erreichen dabei mehr als 1200 Meter. Damit sind die Meeresriesen nicht nur ausdauernde Wanderer, sondern auch bemerkenswerte Tiefseetaucher.
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