Schützenfest bei Viertligist Rhynern - Dynamo zaubert sich in die nächste Pokal-Runde
Das war souverän: Dynamo Dresden hat das Ticket für die zweite Runde des DFB-Pokals gebucht, teilweise zauberte sich der Zweitligist beim 6:0-Sieg gegen Regionalligist Westfalia Rhynern regelrecht weiter.
Vor 6700 Zuschauern im Preußenstadion von Münster dominierte Dynamo das Spiel von Beginn an, war dem chancenlosen Gegner in allen Belangen haushoch überlegen. Dabei verkündete Rhynerns Coach Marco Stiepermann zuvor noch mutig: „Wir haben eher gegen Dynamo Dresden eine Chance, als wenn Bayern München zu uns kommen würde.“ Und einige der Rhynern-Fans hielten vorm Anpfiff noch selbstbewusst ein Spruchband mit der Aufschrift hoch: „DFB-Pokal-Finale bitte verschieben. Am 29. Mai 2027 haben wir Schützenfest“.
Die Dresdner sorgten ihrerseits mit einem Schützenfest dafür, dass es für die Westfalen zu keiner Terminüberschneidung kommt. Schon nach einer halben Stunde hatten die Schwarz-Gelben mit drei Treffern für die Entscheidung gesorgt.
Jonas Sterner eröffnete nach Rossipal-Ecke per Kopf den Torreigen (8.), Niklas Hauptmann von der Strafraumgrenze (17.) und Vincent Vermeij nach schöner Bobzien-Flanke ebenfalls mit dem Kopf erhöhten (30.). Kurz darauf traf der bockstarke Bobzien selber (34.). Und noch vor der Pause stellte Kaan Inanoglu mit seinem ersten Pflichtspieltor für Dynamo auf 5:0. Vorausgegangen war eine wahre Traum-Kombination, die schon etwas vom legendären Dresdner Kreisel der „Goldenen Siebziger Jahre“ hatte.
Nach dem Seitenwechsel ließ es die SGD angesichts der klaren Führung etwas ruhiger angehen, Robert Wagner ließ die knapp 2000 stimmgewaltigen Dynamo-Fans trotzdem nochmal jubeln. Nach Bobzien-Flanke netzte er mit dem Knie ein (54.).
Die Partie natürlich längst entschieden, ähnelte inzwischen mehr einem Trainings-Kick. Trainer Thomas Stamm konnte sich deshalb auch den Luxus leisten, im Laufe der zweiten Hälfte die halbe Mannschaft auszuwechseln: Innenverteidiger Ahmet Muhanedbegovic (für Müller) und Mittelfeldmann Jonas Oehmichen (für Hauptmann) durften erstmals in dieser Saison ran, dazu kamen Jakob Lemmer für Torschütze Inanoglu (alle 64.), Simon Straudi (für Sterner) und Lukas Boeder (79., für Rapp).
Dresden blieb bis zum Schluss klar dominant, gestattete Rhynern nicht eine einzige echte Torchance. Mit dem Einzug in die zweite Pokal-Runde haben die Dynamos schon mal weitere knapp 450.000 Euro vom DFB sicher. Gegen wen es dann geht, entscheidet sich bei der Auslosung kommenden Samstag (17.45 Uhr, live in der ARD).
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