„So gut sind wir nicht!“ - Hansa-Profis sprechen Klartext
Ausgeträumt! Wieder endet das DFB-Pokal-Abenteuer für Hansa Rostock schon in der ersten Runde. Beim 0:4 gegen Champions-League-Teilnehmer VfB Stuttgart wurde schnell deutlich: Der Bundesligist war für den FCH eine Nummer zu groß. Hansa-Kapitän Franz Pfanne brachte die bittere Wahrheit nach Abpfiff auf den Punkt: „So gut sind wir nicht.“
Rostock-Trainer Daniel Brinkmann hatte seine Mannschaft im Vergleich zum Liga-Alltag auf sechs Positionen verändert und auf eine Fünferkette gesetzt.
Doch Stuttgart schlug konsequent zu. 25-Millionen-Mann Dženan Pejčinović brachte den VfB in Führung (18.). Bitter aus Rostocker Sicht: Zweimal verlor Hansa den Ball unnötig im Zentrum. Wieder landete die Kugel bei Pejčinović, der eiskalt zum 2:0 traf (38.).
Brinkmann ärgerte vor allem, wie die Gegentore entstanden: „Was mich ein bisschen ärgert, ist, dass wir die ersten beiden Tore zu leicht bekommen, weil wir da nicht ausgespielt wurden, sondern zweimal unnötigerweise in das Zentrum spielen. Das wird dann eiskalt bestraft.“
Hansa wehrte sich, echte Hoffnung kam aber nie auf. Die beste Chance vor der Pause hatte Yannick Michaelis, der an VfB-Keeper Fabian Bredlow scheiterte (41.). Viel mehr ließ die Stuttgarter Defensive nicht zu. Nach dem Seitenwechsel zog der Bundesligist das Tempo wieder an. Tiago Tomás erhöhte auf 3:0 (74.), ehe Pejčinović mit seinem dritten Treffer den Schlusspunkt setzte (82.).
Auch Innenverteidiger Ahmet Gürleyen erkannte die Überlegenheit des Gegners klar an: „Die sind einfach besser, muss man klar sagen.“ Später ergänzte er: „Es ist teilweise nur Begleiten gewesen. Es war extrem schwierig und das geht auf die Knochen. Dann lässt es auch irgendwann nach.“
Pfanne machte aus seiner Bewunderung für den Gegner keinen Hehl. „Man muss einfach den Hut vor dem VfB Stuttgart ziehen. Was die an Fußball auf den Rasen bekommen haben. Das ist dann einfach eine andere Klasse. So gut sind wir nicht.“
Auch einzelne VfB-Profis imponierten dem Kapitän. „Ich habe heute keinen Fehler von Undav gesehen. Ich habe einen Pejčinović gesehen, der vor dem Tor wahrscheinlich jeden wegmacht.“ Aber klar: „Lieber hätte ich was gewonnen, als über Pejčinović zu reden, wie gut der ist.“
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