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Beim Bezahlen mit Karte - Experten warnen vor Trinkgeld-Manipulation

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Beim Bezahlen mit Karte - Experten warnen vor Trinkgeld-Manipulation

Berlin – Kennen Sie das auch? Sie wollen im Restaurant mit Karte zahlen und auf dem Lesegerät erscheinen vorgeschlagene Trinkgeld-Beträge: zum Beispiel 7, 10 oder 20 Prozent. Groß, deutlich, auffällig. Die Option „Kein Trinkgeld“ dagegen steht deutlich weiter unten oder ist erst auf den zweiten Blick sichtbar. Genau diese manipulativen Tricks kritisieren jetzt Verbraucherschützer.

Ramona Pop, Chefin des Bundesverbands der Verbraucherzentralen, warnt vor „manipulativen Designtricks“ und fordert: „Es muss auf den ersten Blick erkennbar sein, wie Gäste Trinkgeld ablehnen oder die Höhe selbst festlegen können.“ Die Verbraucherzentrale setzt sich daher jetzt für ein Verbot von „manipulativen Designtricks“ auf europäischer Ebene ein, wie sie auch von Webseiten oder Apps bekannt sind. Das berichtet die „Deutsche Presse-Agentur“.

Eine Forsa-Umfrage im Auftrag der Verbraucherzentralen zeigt: Mehr als die Hälfte der 1009 Befragten ab 18 Jahren fühlt sich durch prominent platzierte Prozentvorschläge unter Druck gesetzt. „Viele Menschen geben gerne und freiwillig Trinkgeld, um guten Service wertzuschätzen“, sagt Pop. Problematisch werde es, wenn Gäste unter Druck gesetzt oder manipuliert werden. Ihr Appell: „Niemand ist verpflichtet, Trinkgeld zu geben.“

Die Gewerkschaft „Nahrung-Genuss-Gaststätten“ hält digitale Trinkgeld-Funktionen für hilfreich, da immer mehr Gäste mit Karte zahlen und sonst womöglich gar kein Trinkgeld geben würden. Ihr Vorsitzender Guido Zeitler fordert allerdings: Digitale Trinkgelder müssen vollständig, transparent und nachvollziehbar bei den Beschäftigten ankommen. Er betont auch: Primär sei der Arbeitgeber für angemessene Entlohnung verantwortlich. Die Option, kein Trinkgeld zu geben, müsse genauso sichtbar und einfach nutzbar sein wie vorgegebene Beträge.

Eine Bitkom-Umfrage mit 1004 Befragten ab 16 Jahren zeigt: Nur 29 Prozent finden voreingestellte Trinkgeld-Optionen praktisch. 64 Prozent glauben, dass vorgeschlagene Beträge dazu führen, mehr Trinkgeld zu geben als ursprünglich geplant.

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5News hat diese Zusammenfassung aus dem öffentlichen Feed der Quelle übernommen. Der vollständige Artikel mit allen Details steht auf www.bild.de — der Inhalt gehört Bild.

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