Weniger Wolken, mehr Sonne: Europa bekommt deutlich mehr UV-Strahlung ab
Mehr Sonnenschein in Europa klingt zunächst nach einer erfreulichen Nachricht. Doch weniger Wolken bedeuten auch, dass mehr hautschädigende UV-Strahlung durchkommt. Eine neue Analyse zeigt, wie deutlich sich die Belastung in Teilen Europas verändert hat.
Wer im Sommer draußen unterwegs ist, merkt zunächst einmal nichts davon: UV-Strahlung kann man weder sehen noch fühlen. Doch die Belastung hat an vielen Orten Europas laut einer neuen Untersuchung innerhalb weniger Jahre deutlich zugenommen. Messungen aus 2013 bis 2022 zeigen, dass die sonnenbrandwirksame UV-Strahlung an einem Großteil der untersuchten Stationen gestiegen ist. Besonders deutlich war die Entwicklung demnach in Mitteleuropa.
Für die Studie, die im Fachjournal "Photochemical & Photobiological Sciences" erschienen ist, wertete ein internationales Forschungsteam um Alois Schmalwieser von der Veterinärmedizinischen Universität Wien und Sebastian Lorenz vom Bundesamt für Strahlenschutz Daten von 40 europäischen Messstationen aus. Gemessen wurde dabei gezielt jene UV-Strahlung, die für Sonnenbrand besonders relevant ist. Die Forschenden verglichen die Messwerte außerdem mit Satellitendaten, um herauszufinden, ob sich hinter den Veränderungen ein größeres europäisches Muster verbirgt.
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