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Herzrisiko messen: Was BMI verdeckt, entlarvt Bauchumfang

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Herzrisiko messen: Was BMI verdeckt, entlarvt Bauchumfang

Wer laut Body-Mass-Index (BMI) Normalgewicht hat, wiegt sich gesundheitlich zunächst in Sicherheit. Doch das ist trügerisch, denn auch Menschen mit normalem BMI können ein erhöhtes Risiko für verschiedene Krankheiten haben – etwa für Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Das zeigt eine neue Studie, die nun im Fachmagazin „ JACC “ erschien.

Wie kann das sein? Tatsächlich gibt der BMI wenig Aufschluss darüber, wie viel Körperfett ein Mensch hat und wie dieses verteilt ist. So können fitte, muskulöse Menschen einen höheren BMI haben als Unsportliche.

Das liegt daran, dass Muskelmasse aufgrund der hohen Volumendichte mehr wiegt als Fettmasse. Entscheidender als der BMI ist die Menge des viszeralen Bauchfetts . Diese lässt sich durch

Je mehr viszerales Bauchfett eine Person hat, desto mehr steigt das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen.

Bei Frauen steigt das Risiko ab 80 Zentimetern Taillenumfang, ab 88 Zentimetern ist es deutlich erhöht. Bei Männern hingegen steigt es ab 94 Zentimetern, deutlich erhöht ist das Risiko ab 102 Zentimetern.

Im Rahmen der Beobachtungsstudie analysierte ein Forscherteam um Zeina Dardari vom John Hopkins Ciccarone Center for Prevention of Cardiovascular Disease 15 Kohortenstudien mit insgesamt 260.000 Probanden. Diese wiesen zu Beginn der Untersuchung noch keine Herzerkrankungen auf.

Die Wissenschaftler schauten sich die BMI-Kategorien „normal“, „übergewichtig“ und „adipös“ sowie die Taillenumfänge und Taille-Hüft-Verhältnisse der Probanden an.

Laut der Weltgesundheitsorganisation WHO lässt der Taille-Hüfte-Quotient Hinweise auf das vorhandene Bauchfett und somit auch das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen zu. Sie können ihn ganz einfach selbst bestimmen. Dafür benötigen Sie nur ein Maßband:

Außerdem stellten die Wissenschaftler fest, dass Herz-Kreislauf-Risikofaktoren wie

einen deutlich stärkeren statistischen Zusammenhang mit dem Taille-Hüft-Verhältnis als mit dem BMI aufwiesen. Das bedeutet, dass diese Risikofaktoren über alle BMI-Kategorien hinweg häufiger bei einem höheren Taille-Hüft-Verhältnis auftraten.

Dementsprechend spielten das Taille-Hüft-Verhältnis und der Taillenumfang auch bei der Entstehung von Herz-Kreislauf-Erkrankungen eine gewichtige Rolle.

So zeigte die Studie nach einem Beobachtungszeitraum von 20 Jahren, dass die Probanden mit erhöhtem Taillenumfang oder Taille-Hüft-Verhältnis unabhängig vom BMI ein größeres Risiko für verschiedene kardiovaskuläre Krankheiten hatten. Dazu zählten unter anderem:

Angesichts der Studienergebnisse schlussfolgerte das Forscherteam, dass der BMI das individuelle Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen möglicherweise verdecken kann. So können Menschen mit Normalgewicht, aber erhöhtem Bauchfett ein größeres Risiko haben als Adipöse mit günstigen Risikoprofilen. Die Empfehlung der Wissenschaftler lautet daher, auch den Taillenumfang regelmäßig zu erfassen.

Gleichzeitig wiesen Dardari und ihr Team darauf hin, dass es sich bei der Untersuchung um eine Beobachtungsstudie handelt und diese keine kausalen Zusammenhänge widerspiegelt.

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5News hat diese Zusammenfassung aus dem öffentlichen Feed der Quelle übernommen. Der vollständige Artikel mit allen Details steht auf www.focus.de — der Inhalt gehört Focus Online Gesundheit.

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