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Mannheim gegen Kaiserslautern: Innenminister und DFB kritisieren Ausschreitungen bei Pokalspiel

Die Zeit ·
Mannheim gegen Kaiserslautern: Innenminister und DFB kritisieren Ausschreitungen bei Pokalspiel

Nach den Ausschreitungen beim Derby im DFB-Pokal zwischen dem SV Waldhof Mannheim und dem 1. FC Kaiserslautern hat der Deutsche Fußball-Bund ( DFB ) Konsequenzen für beide Vereine angekündigt. »Der Deutsche Fußball-Bund wird die Berichte auswerten und den zuständigen Gremien zuleiten«, hieß es in einer Stellungnahme auf Instagram. Für sicherheitsgefährdendes Verhalten sei im Fußball kein Platz. »Der Sonderbericht wird entsprechend lang sein«, sagte Referee Robert Schröder bei Sky.

Nach Polizeiangaben wurden bei den Ausschreitungen 35 Beamte verletzt und mehrere Fußballfans vorläufig festgenommen. Insgesamt mussten demnach 85 Personen medizinisch betreut werden und acht von ihnen zur weiteren Behandlung ins Krankenhaus. Bei den behandelten Blessuren handelte es sich laut einer Polizeisprecherin nach bisherigen Erkenntnissen um leichte Verletzungen.

Nach Angaben des Veranstalters hatten rund 23.500 Zuschauer das ausverkaufte Carl-Benz-Stadion in Mannheim am Freitagabend besucht, darunter etwa 3.500 Gästeanhänger. Die beiden Fanlager sind seit den frühen 1980er-Jahren verfeindet und lieferten sich ein aufgeheiztes Duell auf den Rängen – inklusive Pyrotechnik, Feuerwerkskörpern und aufwendiger Choreografien.

Nach torlosen 90 Minuten eskalierte die Situation, als nach einer Rudelbildung zwischen den Spielern auf dem Rasen einige FCK-Anhänger Feuerwerkskörper in den Sitzplatzbereich schossen. Daraufhin stürmten Mannheimer Fans den Platz. Einsatzkräfte der Polizei mussten einschreiten, um die Lage wieder unter Kontrolle zu bringen. Manche Beamten waren zu Pferd. Dabei wurden nach Angaben der Polizei 33 Beamte der Bundespolizei sowie zwei Polizisten aus Baden-Württemberg leicht verletzt. Insgesamt waren rund 1.400 Sicherheitskräfte im Einsatz, darunter Beamte aus Rheinland-Pfalz und Bayern.

Zeitweise drohte ein Abbruch der Partie. Der Anpfiff zur Verlängerung musste infolge der Krawalle kurzzeitig verschoben werden, nach Wiederaufnahme des Spiels blieb es aber ruhig. Danach löschte die Feuerwehr einen von FCK -Anhängern im Gästefanblock gezündeten Brand.

Die Polizei ermittelt nun wegen Beleidigungen, Körperverletzung, Sachbeschädigung, Landfriedensbruchs, tätlichen Angriffs auf Polizeibeamte sowie Verstößen gegen das Sprengstoffgesetz.

Der baden-württembergische Innenminister Manuel Hagel (CDU) verurteilte die Szenen. »Das war heute in Mannheim kein normales Derby«, sagte er. »Wer den Fußball als Bühne für Gewaltexzesse missbraucht, andere Fans mit Absicht in Gefahr bringt und vor allem auch Sicherheitskräfte verletzt, ist kein Fan, sondern ein Krimineller.« Entsprechend werde man »diese Typen auch behandeln, um Recht und Ordnung in unseren Stadien durchzusetzen«.

Auch die Vereine kritisierten die Fans. »Das ist ein Derby, da sind die Emotionen groß, so etwas darf aber nicht ausarten. Das schadet uns, das schadet allen, das schadet dem Fußball«, sagte Lauterns Geschäftsführer Thomas Hengen bei Sky. Für ihn waren das Einschreiten der Polizei und das umsichtige Agieren des Schiedsrichterteams entscheidend dafür, dass es nicht zum Spielabbruch kam.

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5News hat diese Zusammenfassung aus dem öffentlichen Feed der Quelle übernommen. Der vollständige Artikel mit allen Details steht auf www.zeit.de — der Inhalt gehört Die Zeit.

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