Immer wieder neue Fälle: Litauen entdeckt zwölf Migrantentunnel an seiner Grenze
Litauen und Lettland machen mittlerweile regelmäßig Tunnel an ihren Grenzen ausfindig, über die Migranten eingeschleust werden. Die Urheber dafür sollen in Minsk sitzen. Die beiden baltischen Staaten erhöhen die Sicherheitsmaßnahmen.
In Litauen sind zwischen April und August zwölf Tunnel entdeckt worden, durch die Migranten unterirdisch aus dem benachbarten Belarus in das EU-Land gelangen wollten. "Wir beobachten besorgniserregende Entwicklungen im Bereich der Grenzsicherheit", sagte Innenminister Martynas Katelynas einem Bericht der Agentur BNS zufolge in einer Sitzung des Parlaments in Vilnius. "Die Gefahr irregulärer Migration nimmt zu, und unter der Staatsgrenze gegrabene Tunnel werden zu einer ungesetzlichen Alternative für die illegale Einreise in die Republik Litauen."
Litauen hat - wie auch Lettland und Polen - Belarus wiederholt beschuldigt, in organisierter Form Migranten aus Krisenregionen an die EU-Außengrenze zu bringen. Die Regierung in Vilnius reagierte darauf mit einem verstärkten Schutz der Grenze und dem Bau eines Grenzzauns.
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