Kurz & Knapp: Die Nosferatu-Spinne kam aus dem Süden. So gefährlich können invasive Spinnenarten werden
Die Nosferatu-Spinne ist inzwischen auch bei uns heimisch.
Viele fürchten, dass ihr gefährlichere, tropische Arten folgen.
Was hat es damit auf sich? Sie kann Menschen beißen und verkriecht sich jetzt in der kalten Winterzeit in unsere Häuser.
Dort spinnt sie ihre Kokons, in denen sie 20 bis 50 Eier ablegt.
Viele Nachkommen, die bald Schrecken und Angst verbreiten werden – die Nosferatu-Spinne sorgt immer wieder für Schlagzeilen, allein schon wegen ihres Namens.
Aus der Mittelmeerregion eingeschleppt, wurde sie hierzulande erstmals im Jahr 2005 in einer Freiburger Wohnung gesichtet.
Schnell breitete sie sich am Rhein entlang nach Norden aus und besiedelt mittlerweile große Teile Deutschlands .
"Wahrscheinlich wäre sie irgendwann sowieso zu uns gekommen, wir haben ihr ein bisschen nachgeholfen, über die Alpen zu kommen", sagt der Spinnenforscher Peter Jäger von der Frankfurter Senckenberg-Gesellschaft für Naturforschung.
Auf den internationalen Handelswegen gelangen heutzutage häufig Pflanzen und Tiere aus anderen Ländern zu uns – in Lkws, auf Containerschiffen, mit Ballastwasser oder in der Erde von Zierpflanzen, aber auch im Handgepäck von Urlaubern.
Doch nur wenigen Arten gelingt es, sich in unserem Klima dauerhaft ihren eigenen Lebensraum zu erobern.
Bis zu 15 neue Spinnenarten haben sich eingebürgert Die Nosferatu-Spinne hatte Erfolg, und sie wird bleiben.
"Angst muss man vor ihr nicht haben", so Jäger.
Sie beiße nur sehr selten.
Ihr Gift sei für die meisten Menschen harmlos, wie er auch aus eigener Erfahrung weiß – Jäger setzt gern mal Spinnen auf die Haut, um zu testen, wie sich ihr Biss auswirkt.
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