„Krise noch nicht überwunden“: Fahrradbranche verliert Umsatz und Beschäftigung
Rabatte, hohe Lagerbestände und Konkurrenz aus China setzen der Fahrradbranche zu.
Sie warnt vor einem Sparkurs bei Kommunen und richtet einen Appell an die Politik.
Kunden profitieren von der Krise.
Im Geschäft mit Fahrrädern in Deutschland hinterlässt die zähe Branchenkrise tiefe Spuren.
Im vergangenen Jahr schrumpften sowohl Umsatz als auch Beschäftigung in der mittelständisch geprägten Industrie, zeigen Daten des Verbands Zukunft Fahrrad .
Demnach sank die Beschäftigung 2025 um rund drei Prozent auf etwa 74.300 Menschen und der Umsatz um etwa sieben Prozent auf 25,2 Milliarden Euro.
Während die Einnahmen in der Herstellung nur leicht nachgaben, brach der Umsatz im Handel um zehn Prozent ein. „Zwar blieb die Nachfrage erfreulich stabil, aber Unternehmen litten weiterhin unter Preisrückgängen und Nachwirkungen überfüllter Lager“, schreibt Zukunft Fahrrad.
Lange Nachwehen des geplatzten Corona -Booms Die Fahrradindustrie leidet unter den Folgen einer Überproduktion nach einem Boom in der Corona-Pandemie.
2025 wurden in Deutschland laut Branchenverband ZIV 3,8 Millionen Räder verkauft nach 3,9 Millionen im Vorjahr.
Hohe Lagerbestände zwangen den Handel zu Rabatten gerade bei E-Bikes, die für über 80 Prozent der Erlöse stehen.
Zuletzt meldete die niederländische Accell-Gruppe Insolvenz an, was die Hersteller von Marken wie Haibike, Winora und Ghost in Deutschland in Mitleidenschaft riss, ebenso wie einen Großhändler.
Für sie wird nun ein Investor gesucht.
Branche warnt vor China -Konkurrenz Die seit 2024 angespannte Lage sei nicht überwunden, heißt es bei Zukunft Fahrrad. „Die Inflation und die Wirtschaftsflaute helfen nicht in der aktuellen Lage“, sagte Geschäftsführer Wasilis von Rauch der Deutschen Presse-Agentur.
Während sich Sporträder wie Rennräder und Gravelbikes gut verkauften, schwächle der Absatz von Mountainbikes und bei klassischen City-E-Bikes halte der Preisdruck an.
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