„Wird man nicht los“ - Ex-DFB-Stürmer äußert sich zu Homophobie-Eklat
Vor zwei Jahren sorgte Ex-DFB-Stürmer Kevin Behrens (35) für einen Eklat: Bei einer internen Signierstunde seines damaligen Klubs VfL Wolfsburg verweigerte er seine Unterschrift auf einem Regenbogentrikot und äußerte sich homophob („So eine schwule Scheiße unterschreibe ich nicht“).
Jetzt spricht der Skandal-Stürmer, der inzwischen beim Schweizer Erstligisten FC Lugano unter Vertrag steht, über die Folgen des Vorfalls. Im Interview mit dem Portal „blue Sport“ sagt Behrens: „Dass es dann in Deutschland schwieriger wurde, noch einen Verein zu finden, das muss ich schon sagen. Bei vielen Vereinen war dann die Tür zu, die wollten sich kein Problem dazuholen.“
Gleichzeitig räumt er Fehler ein: „Es war einfach eine dumme Aussage in einem internen Bereich, wo man des Öfteren – nicht nur ich, sondern auch andere – mal etwas sagt, was für die Öffentlichkeit nicht ganz so schön ist. Dafür habe ich mich entschuldigt. Dass man das nicht loswird, das ist jetzt leider so, damit muss ich leben.“
Behrens war im Januar 2024 für rund zwei Millionen Euro vom 1. FC Union Berlin nach Wolfsburg gewechselt. Sportlich konnte er dort die Erwartungen nie erfüllen. Während sein Homophobie-Eklat wochenlang die Schlagzeilen bestimmte, blieb er auf dem Platz blass.
In 31 Pflichtspielen gelangen ihm lediglich zwei Treffer, meist kam er nur als Joker zum Einsatz. Nach seinem Aus in Wolfsburg wechselte der Angreifer zum FC Lugano und unterschrieb dort einen Vertrag über zwei Jahre. Für den Torjäger ist es die erste Auslandsstation seiner Karriere.
Doch auch in Lugano blieb es nicht lange ruhig. Bei einem Testspiel gegen Viktoria Pilsen (2:4) im spanischen Benidorm verlor Behrens völlig die Kontrolle. Der Ex-Bundesliga-Profi stürmte ohne erkennbaren Anlass auf seinen eigenen Mitspieler Georgios Koutsias (21) zu, schubste ihn zu Boden und beleidigte ihn lautstark. Im Livestream waren seine Worte deutlich zu hören. Behrens brüllte: „Du kleine Missgeburt, sei leise!“ Der FC Lugano verurteilte den Vorfall anschließend aufs Schärfste.
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