Rat vom Experten: Die Pilze sprießen in Sachsens Wäldern - aber nicht überall
Wer am Wochenende „in die Pilze gehen“ will, hat gute Chancen - zumindest dort, wo es genügend geregnet hat.
Für Pilzsammler kann sich an diesem Wochenende ein Ausflug in sächsische Wälder lohnen. „Die Pilze sprießen“, freut sich der Pilzsachverständige und Betreiber einer Pilzschule im Vogtland, Steffen Schmidt.
Das treffe vor allem dort zu, wo es in den vergangenen Tagen ausreichend geregnet hat, wie etwa im Vogtland und im Erzgebirge. „Es werden momentan die klassischen Speisepilze gefunden, wie der Steinpilz, der Flockenstielige Hexen-Röhrling, die Maronenröhrlinge und verschiedene Täublinge.
Der Perlpilz ist auch da“, sagt Schmidt.
Anders sieht es in und um Chemnitz aus. „Bei uns lohnt es sich noch nicht“, sagt Wolfgang Friese, Pilzsachverständiger des Naturschutzbundes Deutschland (NABU) Sachsen .
Dort fehle noch der Regen. „Die Wetterlage ist territorial sehr unterschiedlich.
Es gibt Ecken, da hat es wirklich mehr oder weniger geregnet zu bestimmten Zeiten, und das muss dann alles zusammenpassen für die Pilze.“ Beratungstermin vorab vereinbaren Wer sammelt und seine Ausbeute vom Experten checken lassen will, sollte sich vorher telefonisch bei einem der Pilzberater melden, um einen Termin zu vereinbaren.
Die Deutsche Gesellschaft für Mykologie führt im Internet eine Kontaktliste, über die sich bundesweit Experten recherchieren lassen. „Man muss bedenken, die Leute machen das alle ehrenamtlich“, sagt Schmidt.
Bei der Beratung werde nicht nur aussortiert, sondern auch erklärt.
Das könne auch mal eine Stunde dauern, spontan sei das nicht zu schaffen.
Zur Beratung sollten Sammler den ganzen Pilz mitbringen und ihn nicht mit dem Messer abschneiden, sondern mit dem Teil im Boden entnehmen. „Und noch was Wichtiges: So wenig es geht und insbesondere auch nicht am Stiel anfassen“, betont Schmidt.
Denn gerade dort sitzen relevante Merkmale. „Wenn es geht, den Pilz mit Daumen und Zeigefinger oben und unten anfassen, oder links und rechts am Hut.“ Diese Pilze werden häufig verwechselt Häufig verwechselt werden laut dem Experten etwa der Steinpilz und der Gallenröhrling oder Bitterpilz.
Letzterer ist zwar nicht giftig, aber wegen seines gallebitteren Geschmacks ungenießbar.
Zuletzt habe eine Frau auch einen Schönfußröhrling in die Beratung gebracht.
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