Kommentar - Hört auf mit dem Geraune über die Briefwahl!
Die AfD macht es wieder: Kurz vor Wahlen streut ihre Führung, konkret Co-Parteichef Tino Chrupalla, Zweifel an einem demokratischen Verfahren, das sich bewährt hat: der Briefwahl.
Natürlich: Kein Wahlsystem ist perfekt. Auch in Deutschland hat es Pannen gegeben. Das Berliner Wahlchaos von 2021 ist das bekannteste Beispiel.
Aber: Die Missstände wurden aufgedeckt und korrigiert. Was die AfD betreibt, ist irreführend. Sie schürt Misstrauen gegen den Staat und stellt demokratische Institutionen unter Generalverdacht. So entsteht der Eindruck, das gesamte System sei manipulierbar.
Das mag Teile ihrer Anhängerschaft mobilisieren, die ohnehin glauben, von „den Eliten“ übers Ohr gehauen zu werden. Doch der Preis dafür ist hoch, auch für die AfD selbst. Denn sie zieht damit ja auch die eigenen Wahlerfolge in Zweifel.
Chrupalla sollte klar sein: Ein Politiker, der Vertrauen in Wahlen untergräbt, sägt an dem Ast, auf dem er sitzt.
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