Darum ist Erfurt so stark - Gerber erklärt den RWE-Höhenflug
Rot-Weiß Erfurt ist derzeit das Maß aller Dinge in der Regionalliga Nordost! Die Thüringer gewannen am Dienstagabend dank eines dominanten Auftritts beim FSV Luckenwalde mit 5:0, sind Spitzenreiter. Einzig der Chemnitzer FC kann derzeit noch Schritt halten mit den stark aufspielenden Rot-Weißen. In dieser Form ist Erfurt klarer Titelkandidat.
Trainer Fabian Gerber (46) will davon natürlich nichts wissen: „Das ist Quatsch. Es sind gerade sechs Spieltage gespielt. Und der goldene Herbst kommt noch. Da kracht es richtig rein“, sagt er. Was er meint: Zwischen Mitte September und Mitte Oktober geht's für den RWE gegen die Top-Teams aus Aue, Leipzig, Chemnitz und Zwickau. Erst danach könne man eine Standortbestimmung machen, so Gerber. Dass man aktuell Spitzenreiter ist, sei nicht mehr als eine Momentaufnahme. „Mit mir wird das Phrasenschwein jetzt Millionär: Wir lassen die Kirche im Dorf, bleiben bodenständig, arbeiten hart. Es gibt keinen Grund, abzuheben. Wir genießen den Moment, mehr nicht“, sagt er.
Man werde einen Teufel tun und das überbewerten. „Dafür sind es noch viel zu viele schwierige Spiele, die anstehen. Da müssen wir durch, müssen stabil sein und bestehen, um wirklich oben dabei zu bleiben.“
Der Grund für den RWE-Höhenflug ist klar: „Wir sind sehr gut besetzt, auch in der Breite. Wir können Ausfälle, Sperren kompensieren. Das war bislang anders.“ Auch im Training ist eine neue Qualität eingezogen. „Jeder kämpft da mit hundert Prozent, weil er weiß: Sonst spielt ein anderer. Das pusht sie zu Höchstleistungen. Das ist kein Zufall, da steckt harte Arbeit dahinter“, erklärt der RWE‑Trainer. Aber: „Es gibt jetzt keinen Grund, frühzeitig durchzudrehen.“
Und Gerber hat den Kader noch einmal verstärkt: Abwehrspieler Dominik Becker (26) unterschrieb einen Vertrag bis 30. Juni 2028. Der spielte schon für den 1. FC Köln, Werder Bremen und den 1. FC Saarbrücken. Jetzt soll er den rot-weißen Abwehrverbund noch weiter stabilisieren, wie Gerber betont.
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