Kontingent fast ausgeschöpft - Gladbach-Fans auf Protest-Tour!
Samstag (15.30 Uhr, Sky/RTL) startet Gladbach mit dem Auswärtsspiel bei RB Leipzig in die neue Bundesliga-Saison. Für die Fohlen-Fans die Partie, bei der im Vorfeld wohl die wenigste Begeisterung aufkommt. Und bei der sicherlich wieder zum Protest gegen das „verhasste Konstrukt, das im Widerspruch zu allen Werten und Überzeugungen“ der Ultras steht, aufgerufen wird.
Fast schon traditionell ist, dass in den ersten 19 Minuten die eigene Mannschaft nicht wie sonst üblich angefeuert wird. Sondern mit Trillerpfeifen die Nerven der Zuschauer im Stadion und am Fernseher strapaziert werden. Da aber nach den Erfahrungen der letzten Jahre gerade bei den Spielen von Leipzig gegen Borussia am Einlass des Leipziger Stadions vermehrt auf Trillerpfeifen kontrolliert wird, hatte sich Gladbachs „FPMG Supporters Club“ (die Dachorganisation der organisierten Fans) bereits beim letzten Aufeinandertreffen im April 2026 etwas Neues ausgedacht: Die Fohlen-Anhänger sollten im Stadion die Verkaufsbuden meiden und auf das Bier und die Wurst verzichten. Nach dem Motto: Hungern gegen den Kommerz. In dem an die mitgereisten Fans gerichteten Aufruf hieß es: „Während der Erwerb einer Eintrittskarte unumgänglich ist, um den Protest gegen RB und die Unterstützung unseres Vereins zu ermöglichen, sollte auf den Konsum von Speisen und Getränken im Stadion verzichtet werden. Jeder weitere Euro, der direkt oder indirekt an RB geht, ist kontraproduktiv.“
Auf den Stadionbesuch verzichten werden aber nur die wenigsten Anhänger, die „Protest-Tour“ gehört für viele offenbar schon dazu. Nach BILD-Infos ist das Gladbach-Kontingent von 4800 Tickets so gut wie weg. Am Mittwoch gab es nur noch 100 Restkarten. Insgesamt rechnet Borussia beim ersten Auswärtsspiel sogar mit rund 5000 eigenen Anhängern. Beim „Bier-und-Wurst-Boykott” in der letzten Bundesliga-Saison waren sogar rund 5500 Gladbach-Fans im Stadion – und das 4800-Karten-Kontingent war komplett vergriffen.
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