"Nord bei Nordwest – Bei Einbruch Mord": Ein Hauch von Hitchcock im beschaulichen Schwanitz
Mit dem 31.
"Nord bei Nordwest"-Krimi liefern Drehbuchautor Holger Karsten Schmidt und Regisseurin Judith Kennel ein mit Zitaten und Anspielungen auf alte Hollywoodthriller und Film-noir-Klassiker gespicktes Highlight der beliebten ARD-Reihe ab.
Hier stimmt so ziemlich alles.
Man hat bei "Nord bei Nordwest" in zwölf Jahren schon vieles erlebt.
Doch mit dem 31.
Film "Bei Einbruch Mord", zu sehen am Donnerstagabend, haben sich die Macher selbst übertroffen.
Er ist ein Leckerbissen, nicht nur für Cineasten, und ein höchst wendungsreicher Fall für die Schwanitzer Polizisten Hauke Jacobs (Hinnerk Schönemann) und Hannah Wagner (Jana Klinge) sowie Tierärztin und Hobby-Schnüfflerin Jule Christiansen (Marleen Lohse).
Das Drehbuch stammt erneut von Holger Karsten Schmidt, der "Nord bei Nordwest" einst erfand – samt dem an Hitchcocks "North by Northwest" ("Der unsichtbare Dritte") angelehnten Reihentitel.
"Bei Einbruch Mord" wiederum ist eine Anspielung auf den Hitchcock-Klassiker "Bei Anruf Mord". Überhaupt schwirrt der Geist des "Master of Suspense" durch den gesamten Ostsee-Krimi.
Daneben wimmelt von Elementen klassischer amerikanischer Thriller und des Film noir: die Musik von Stefan Hansen, die Bilder von Nicolay Gutscher, eine moderne Femme-fatale-Figur sowie eine Frau, die in ihrer Optik und Eleganz an Hitchcock-Heldinnen wie Tippi Hedren erinnert.
Tödliche Inszenierung Als Hauke und Hannah zur Villa der Spiekermanns gerufen werden, bietet sich ihnen ein seltsames Bild: Zwei Männer liegen erschossen am Boden – der Hausherr Malte Spiekermann (Moritz Vierboom) und der Einbrecher Jan Krüger (Tosja Merlin Kruppa).
Maltes Ehefrau Leyla (Janina Elkin) berichtet, ihr Mann habe den Eindringling überrascht, woraufhin es zur tödlichen Schießerei gekommen sei.
Die Zuschauerinnen und Zuschauer wissen zu diesem Zeitpunkt längst, was tatsächlich geschah: Krüger war gemeinsam mit Nele Storm (Lana Cooper) eingebrochen, nachdem sie ihm mehrfach versichert hatte, das Haus sei gerade unbewohnt.
Doch nicht die beiden Männer erschossen sich gegenseitig – die Frauen töteten ihre Partner, ein abgekartetes Spiel.
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